ABDA startet radikale Neuaufstellung unter neuer Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle
Niklas BrandtABDA startet radikale Neuaufstellung unter neuer Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) stellt sich intern neu auf
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) durchläuft eine umfassende interne Umstrukturierung. Die Organisation schafft ihr bisheriges Ressort-System ab und führt stattdessen 14 neu gebündelte Abteilungen ein. Die Änderungen fallen mit dem Amtsantritt von Franziska Erdle als neue Hauptgeschäftsführerin zusammen.
Bisher war die ABDA in eigenständige Bereiche gegliedert, die jeweils von eigenen Leitern verantwortet wurden. Künftig werden alle 14 Abteilungen direkt der zentralen Geschäftsführung unterstellt – einige davon sogar unmittelbar Franziska Erdle.
Die Umstellung erfolgt nach dem Ausscheiden des früheren Hauptgeschäftsführers Dr. Sebastian Schmitz. Gleichzeitig gehen die Direktoren Lutz Tisch und Professor Dr. Martin Schulz in den Ruhestand. Claudia Korf hingegen übernimmt eine Position als stellvertretende Geschäftsführerin.
Eine markante Veränderung ist die Abschaffung des Bereichs Apotheke. Die zuletzt von Dr. Christiane Eckert-Lill ausgeübte Funktion wird nicht neu besetzt. Die gesamte Neuordnung soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.
In den vergangenen Jahren hatte sich die ABDA auf nationaler Ebene für eine bessere Finanzierung der Apotheken eingesetzt. Sie lehnte Sparpläne von Krankenkassen wie der AOK ab und kritisierte unter anderem den geplanten 13-jährigen Einfrierung der festen Apothekenvergütungen. Besonders in der Kritik stand dabei AOK-Vorständin Dr. Carola Reimann.
Die Reform markiert einen Wandel hin zu einem zentralisierteren System unter Erdles Führung. Mit den nun 14 spezialisierten Einheiten will die Organisation ihre Abläufe effizienter gestalten. Die letzten Änderungen treten in den kommenden Monaten in Kraft.






