30 April 2026, 02:17

Aiwanger will mit CSU-Kooperation Freie Wähler bundesweit stärken

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die seine politischen Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Aiwanger will mit CSU-Kooperation Freie Wähler bundesweit stärken

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, drängt auf eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU). Er ist überzeugt, dass eine solche Partnerschaft seiner Partei helfen könnte, bundesweit an Einfluss zu gewinnen. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Freien Wähler ihre Basis über die Regionalpolitik hinaus ausbauen und dem wollen, was Aiwanger als eine "zunehmende Linksverschiebung" in der Politik bezeichnet, entgegenwirken.

Bei einer jüngeren Veranstaltung skizzierte Aiwanger seine Vision für die Kooperation. Er schlug ein Modell vor, bei dem beide Parteien "getrennt marschieren, aber gemeinsam zuschlagen" – also ihre Unabhängigkeit wahren, aber bei gemeinsamen Zielen zusammenarbeiten. Sein Ziel ist es, eine starke politische Option für liberal-konservative Wähler in Bayern und im gesamten Bundesgebiet zu schaffen.

Derzeit konzentrieren sich die Freien Wähler darauf, in allen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Aiwanger betonte, dass seine Partei weiterhin an ihrer eigenen Stärke arbeiten müsse, selbst wenn sie Bündnisoptionen prüft. Gleichzeitig räumte er ein, dass eine formelle Zusammenarbeit zwischen den Freien Wählern und der CSU auf Hindernisse stoßen würde – insbesondere angesichts der bisherigen Zurückhaltung der Union, auf die Partei zuzugehen.

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Der ehemalige CSU-Funktionär Peter Gauweiler hat die Idee eines "Bündnisses zwischen Freien Wählern und CSU" bereits unterstützt. Aiwanger wies jedoch darauf hin, dass die Union – bestehend aus CDU und CSU – seiner Partei bisher "eine kalte Schulter" gezeigt habe. Dennoch bleibt er überzeugt, dass engere Verbindungen den Freien Wählern den Weg zu bundesweitem Erfolg ebnen könnten.

Der Vorstoß der Freien Wähler deutet auf eine strategische Initiative hin, ihren politischen Einfluss auszubauen. Sollte das Bündnis Realität werden, könnte es die konservative Landschaft in Bayern und darüber hinaus neu prägen. Vorerst setzt die Partei ihre Bemühungen fort, eigenständig zu wachsen, während sie gleichzeitig die Möglichkeiten künftiger Kooperationen auslotet.

Quelle