Neuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt bringt mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
Niklas BrandtNeuer Tarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte in Sachsen-Anhalt bringt mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen
Neuer Tarifvertrag für Beschäftigte im ÖPNV in Sachsen-Anhalt abgeschlossen
Ein neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt ist unterzeichnet worden. Die Einigung, die am 29. April 2026 erzielt wurde, folgte fünf harte Verhandlungsrunden. Sie verhindert Streiks, die den Verkehr in der gesamten Region hätte lahmlegen können.
Der Vertrag bringt mehrere Verbesserungen für die Mitarbeiter mit sich. Nacht- und Sonntagszuschläge wurden erhöht, während Arbeitgeber künftig die Hälfte der Kosten für den Führerscheinerwerb der Beschäftigten übernehmen – doppelt so viel wie bisher. Busfahrer profitieren zudem von besseren Regelungen zu Ruhezeiten und der maximalen Schichtdauer.
Auszubildende erhalten eine Anbindung ihrer Bezahlung an die TVöD-Tarifstruktur des öffentlichen Dienstes, was künftige Anpassungen sichert. Beschäftigte können zudem einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln. Die Forderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wurde jedoch abgelehnt.
Für die Arbeitgeber stellt der Kompromiss eine kostspielige Lösung dar. Die Vereinbarung balanciert die Forderungen der Belegschaft mit den finanziellen Spielräumen der kommunalen Verkehrsbetriebe in Sachsen-Anhalt aus.
Die Einigung verhindert Arbeitskämpfe und sorgt dafür, dass Busse und Bahnen weiter fahren. Die Beschäftigten erhalten bessere Bezüge für unattraktive Arbeitszeiten, flexiblere Urlaubsregelungen und verbesserte Bedingungen für Fahrer. Der Vertrag gilt bis zur nächsten Tarifrunde.






