Aldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung besonders betroffen
Niklas BrandtAldi Süd streicht 1.250 Stellen – Digitalabteilung besonders betroffen
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Die Streichungen betreffen vor allem die digitale Sparte des Unternehmens, Aldi DX, die in ihrer Blütezeit einmal über 4.000 Mitarbeiter zählte. Betroffene Beschäftigte erhalten die Möglichkeit, freiwillige Abfindungsangebote anzunehmen – Zwangsentlassungen soll es nicht geben.
Die Supermarktkette hatte Aldi DX im November 2024 ins Leben gerufen, um die IT-Kompetenz des Konzerns zu stärken und Fachkräfte aus der Tech-Branche zu gewinnen. Hauptaufgabe der Abteilung war der Aufbau eines einheitlichen globalen IT-Systems unter dem Projektnamen AHEAD. Nun jedoch plant das Unternehmen, seine hauseigene Technologiebelegschaft deutlich zu verkleinern.
Über 1.000 der Stellenstreichungen entfallen auf Aldi DX, da der Händler Teile seiner IT-Operationen an externe Dienstleister auslagert. Der langjährige Partner Tata Consultancy Services wird seine Rolle beim Modernisieren der Technologieinfrastruktur von Aldi Süd ausbauen.
Von der Umstrukturierung betroffen ist auch Aldi International Services, die in Salzburg ansässige Einkaufsabteilung der Gruppe. Diese Sparte übernimmt grenzüberschreitende Funktionen für die globalen Aktivitäten des Unternehmens. Trotz der Einschnitte versichert Aldi Süd, dass keine Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen entlassen werden.
Die Änderungen bedeuten, dass Aldi Süd künftig stärker auf externe Anbieter für seine IT-Bedürfnisse setzen wird. Die digitale Transformation des Unternehmens soll zwar fortgesetzt werden, jedoch mit einem schlankeren internen Team. Betroffenen Mitarbeitern wurde die Option eingeräumt, das Unternehmen freiwillig gegen eine Abfindung zu verlassen.






