30 March 2026, 16:23

Apotheker verliert Zulassung nach jahrelangem Millionenbetrug mit gefälschten Rezepten

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen mit Kosten von hunderten Dollar monatlich anprangert.

Apotheker verliert Zulassung nach jahrelangem Millionenbetrug mit gefälschten Rezepten

Ein Apotheker in Deutschland hat seine Zulassung verloren, nachdem er jahrelangen Abrechnungsbetrug eingestanden hatte. Der Fall umfasste gefälschte Rezepte, Bargeldzahlungen an Patienten und einen Schaden von über 1,6 Millionen Euro. Die Behörden deckten das System auf, nachdem sie 2021 Unregelmäßigkeiten bei COVID-19-Tests in seiner Apotheke festgestellt hatten.

Der Betrug begann 2010, als der Mann die Apotheke seines Bruders übernahm, die bereits wegen ähnlicher Straftaten ermittelt wurde. Mindestens drei Jahre lang rechnete er Medikamente ab, die er nie ausgegeben hatte. Patienten erhielten im Gegenzug Bargeldprämien oder alternative Arzneimittel für ihre Mitwirkung.

Ermittler identifizierten später 65 betrügerische Fälle mit einem Gesamtschaden von über 1,6 Millionen Euro. Das System weitete sich aus und umfasste Verstöße gegen Hygienevorschriften sowie unsachgemäße COVID-19-Tests, was zu einer Schließungsanordnung durch das örtliche Gesundheitsamt führte. Trotz des Verbots bot die Apotheke die Tests weiterhin illegal an.

Im Februar 2022 entzog das Verwaltungsgericht Frankfurt dem Apotheker die Zulassung und begründete dies mit vorsätzlicher krimineller Absicht und einem schweren Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit. Das Urteil folgte auf sein vollständiges Geständnis und die Rückerstattung der Schäden an die betroffenen Versicherungen. Im Rahmen der Einigung führte er in seinen verbleibenden Apotheken ein Compliance-System ein, um weitere Betrugsfälle zu verhindern.

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Die Zulassung des Apothekers wurde dauerhaft entzogen, nachdem das Gericht feststellte, dass er das Vertrauen in den Berufsstand untergraben hatte. Seine Rückzahlung von 1,6 Millionen Euro beendete den Fall, doch seine ehemaligen Betriebe unterliegen nun strengeren Kontrollen. Das Urteil ging nicht auf die allgemeine Wahrnehmung von Apothekern in Deutschland ein.

Quelle