Baden-Württemberg bleibt drittes Jahr in Folge wirtschaftlich schwach
Emma SchmidtBaden-Württemberg bleibt drittes Jahr in Folge wirtschaftlich schwach
Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft das dritte Jahr in Folge mit Schwäche
Während die meisten deutschen Bundesländer 2023 ein Wirtschaftswachstum verzeichneten, stagnierte die südwestliche Region nahezu. Neue Zahlen zeichnen ein gemischtes Bild: Einige Branchen schrumpften, andere verzeichneten kaum Wachstum.
Die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes stieg 2022 lediglich um 0,2 Prozent. 2023 verschlechterte sich die Lage weiter – Baden-Württemberg landete damit auf dem vorletzten Platz unter allen Bundesländern. Nur das Saarland schnitt mit einem Rückgang von 0,9 Prozent noch schlechter ab.
Schlüsselbranchen in der Krise Im vergangenen Jahr mussten wichtige Industriesektoren Rückschläge hinnehmen: Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe sank real um 2,6 Prozent, und auch die Bauwirtschaft schrumpfte im Vergleich zu 2022. Ein kleiner Lichtblick waren dienstleistungsorientierte Unternehmen, die immerhin ein leichtes Plus von 0,4 Prozent erzielten.
Der Gesamtwert der 2023 erzeugten Waren und Dienstleistungen belief sich auf rund 667,1 Milliarden Euro. Dennoch stieg die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2022 an. Aktuelle Daten deuten auf einen anhaltenden Aufwärtstrend hin: Die Quote kletterte von 4,5 Prozent im März 2024 auf 4,7 Prozent im März 2025.
Deutliche Unterschiede im Ländervergleich Auf Bundesebene verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern 2023 mit einem Plus von 1,4 Prozent das stärkste Wachstum. Der anhaltende Schwächetrend Baden-Württembergs steht dazu in krassem Gegensatz.
Folgen der langjährigen Flaute Die schwache Entwicklung bremst die Schaffung neuer Arbeitsplätze, belastet die verfügbaren Einkommen und mindert die Steuereinnahmen. Nach drei Jahren mit rezessiven Tendenzen hängt die Erholung nun davon ab, ob sich Industrie und Baugewerbe in den kommenden Monaten deutlich erholen.






