02 April 2026, 22:14

Bargeld verliert an Boden – doch viele Deutsche halten daran fest

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kostet Familien monatlich Hunderte von Dollar.

Bargeld verliert an Boden – doch viele Deutsche halten daran fest

Bargeld bleibt in Deutschland ein beliebtes Zahlungsmittel, doch seine Akzeptanz geht in manchen Bereichen zurück. Eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 zeigte, dass noch 51 Prozent der täglichen Transaktionen mit Banknoten und Münzen abgewickelt wurden – ein Rückgang gegenüber 58 Prozent im Jahr 2021. Gleichzeitig warnen Verbraucherschützer vor der wachsenden Zahl von Kassen, die Bargeld komplett ablehnen.

In Deutschland gibt es derzeit etwa 710.000 Einzelhandelskassen, darunter 38.650 Selbstbedienungsterminals – eine Zahl, die sich seit 2023 mehr als verdoppelt hat. Viele dieser Automaten akzeptieren nur Karten oder digitale Zahlungsmittel, doch Kaufland bestätigte, dass alle seine Selbstbedienungskassen weiterhin Bargeld annehmen. Dennoch bereitet der allgemeine Trend Befürwortern Sorgen, da weniger Bargeldoptionen einige Kundinnen und Kunden benachteiligen könnten.

Die Bundesbank-Studie testete auch die Bargeldakzeptanz in der Praxis. In 98,7 Prozent der Testkäufe wurde Bargeld beim ersten Versuch angenommen, wobei Behörden mitunter Ausnahmen bildeten. Dennoch warnt Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband, dass eine sinkende Bargeldakzeptanz diejenigen ausschließen könnte, die keinen Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln haben.

Verbraucherschützer fordern klarere Regelungen. Sie argumentieren, dass Ausnahmen von der Bargeldpflicht gesetzlich definiert, eng begrenzt und gut begründet sein müssten. Vorschläge umfassen die Verpflichtung für Unternehmen, einen Mindestanteil an Bargeld akzeptierenden Fahrkartenautomaten, Selbstbedienungskassen oder bedienten Kassen vorzuhalten.

Bargeld bietet nach wie vor praktische Vorteile: Es schützt die Privatsphäre, hilft beim Ausgabenmanagement und funktioniert auch ohne Internet oder Strom. Dennoch überzeugt für viele der Komfort von Karte oder Smartphone im Alltag.

Der Wandel vollzieht sich schrittweise, ist aber spürbar. Angesichts sinkender Bargeldakzeptanz an den Kassen betonen Verbraucherschützer die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass Bargeld für diejenigen, die darauf angewiesen sind, eine tragfähige Option bleibt. Die Debatte dauert an, während digitale Zahlungsmethoden an Beliebtheit gewinnen und Bargeld weiterhin eine Rolle im täglichen Zahlungsverkehr spielt.

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