20 April 2026, 02:14

Berlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – ein urbaner Neuanfang

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Berlin setzt auf IBA 2034 statt Olympia – ein urbaner Neuanfang

Berlin wird von 2034 bis 2037 die dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Mit dieser Entscheidung des Senats rückt eine mögliche Olympiabewerbung in den Hintergrund.

Der Berliner Senat hat sich für die IBA und gegen eine erneute Olympiabewerbung entschieden – ein Schritt, der vom Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt wird. Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, betonte die Bedeutung der IBA für die Bewältigung drängender städtischer Herausforderungen, darunter Klimaanpassung und nachhaltige Flächennutzung. Der Verband sieht in der Veranstaltung die Chance, neue Maßstäbe für innovatives Stadtplanen zu setzen.

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Die beiden vorherigen Berliner IBAs in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren prägten die Stadtentwicklung nachhaltig. Diesmal liegt der Fokus auf Übergangsräumen entlang des S-Bahn-Rings – Gebiete, die in der Stadtplanung oft vernachlässigt werden. Zwar gibt es Stimmen, die IBA, Olympische Spiele und Weltausstellung als sich ergänzende Projekte sehen, doch die Senatsentscheidung setzt klare Prioritäten.

Doch nicht alle sind überzeugt. Zweifel bleiben, ob die Berliner Koalitionsspitzen den Plan vollumfänglich unterstützen. Die IBA ist nun auf den Weg gebracht, doch eine konkrete Olympiabewerbung fehlt weiterhin – ihre Zukunft bleibt ungewiss.

Die IBA wird drei Jahre lang, beginnend 2034, stattfinden und sich auf nachhaltiges Stadtwachstum konzentrieren. Ihr Erfolg könnte Berlins Umgang mit Stadtplanung neu definieren, insbesondere in unterentwickelten Gebieten. Vorerst markiert die Senatsentscheidung einen deutlichen Schritt weg von olympischen Ambitionen und hin zu einer langfristigen urbanen Transformation.

Quelle