Bundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls "Raider"-Kamikazedrohnen
Niklas BrandtBundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetalls "Raider"-Kamikazedrohnen
Das deutsche Verteidigungsministerium treibt die Pläne zum Kauf der "Raider"-Kamikazedrohnen von Rheinmetall weiter voran. Das Ministerium hat beim Haushaltsausschuss des Bundestags eine erste Freigabe von 25 Millionen Euro beantragt. Bei einer Zustimmung würde dies den Start eines deutlich größeren Rahmenvertrags über 2,387 Milliarden Euro einläuten.
Im Mittelpunkt der geplanten Vereinbarung stehen Rheinmetalls "Raider"-Drohnen, die als hochmodernes "Loitering-Munition"-System beschrieben werden. Die Drohnen sollen bestehende Systeme der Unternehmen Helsing und Stark ergänzen, insbesondere durch ihre fortschrittlichen optischen Sensoren.
Laut Vertrag würde Rheinmetall nicht nur die Drohnen liefern, sondern auch Bodenkontrollstationen, Luftfahrtsysteme und Schulungsmaterialien. Zudem würde das Unternehmen Simulatoren bereitstellen und die erste Phase der Operatorenausbildung durchführen.
Der gesamte Rahmenvertrag hat ein Volumen von 2,387 Milliarden Euro, wobei die erste Bestellung knapp unter 300 Millionen Euro liegt. Rheinmetall muss jedoch bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen.
Der Antrag auf 25 Millionen Euro markiert den ersten Schritt in einem langfristigen Beschaffungsvorhaben. Bei einer Bewilligung durch den Haushaltsausschuss würde Rheinmetall mit der Auslieferung der "Raider"-Drohnen und der zugehörigen Systeme beginnen. Der endgültige Vertrag steht unter dem Vorbehalt, dass das Unternehmen strenge Fristen und Leistungsstandards einhält.






