Busnetz im Markgräflerland wird 2026 komplett neu strukturiert – mit Basel-Anbindung
Mia SchmitzBusnetz im Markgräflerland wird 2026 komplett neu strukturiert – mit Basel-Anbindung
Landkreis Lörrach plant Umstrukturierung des Busnetzes im Markgräflerland
Im Dezember 2026 soll im Landkreis Lörrach ein grundlegend reformiertes Busnetz im Markgräflerland an den Start gehen. Die Neugestaltung zielt darauf ab, die Linienführung zu vereinfachen, Umstiege zu optimieren und den Schülerverkehr in den regulären Fahrplan zu integrieren. Parallel dazu sind Erweiterungen wichtiger Linien bis nach Basel sowie die Einführung einer neuen Fahrgastzähltechnologie geplant.
Der neue Busverkehr wird am Sonntag, dem 14. Dezember 2026, den Betrieb aufnehmen und ist für einen Zeitraum von fünf Jahren vertraglich festgelegt. Mit der Ausschreibung wird voraussichtlich ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus beauftragt. Das Rückgrat des Netzes bilden die Hauptlinien 200, 220, 240, 245, 255 und 265, ergänzt durch spezielle Schülerverbindungen.
Mehr Taktung und grenzüberschreitende Verbindungen Die Linie 255 wird künftig montags bis freitags im Stundentakt verkehren und damit die Anbindung zwischen Efringen-Kirchen, Eimeldingen und Rümmingen an die Kreisstadt Lörrach verbessern. Die Linien 200 und 265 werden darüber hinaus über die Grenze bis zum Basler Claraplatz verlängert, wobei die Linie 200 künftig durch das Zentrum von Weil am Rhein geführt wird.
Automatische Fahrgastzählung und Finanzierung Bis Dezember 2026 müssen alle Busse des Landkreises mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein. Diese erfassen Nutzerdaten, die für die Förderung des Öffentlichen Verkehrs erforderlich sind. Die geschätzten Kosten pro gefahrenen Kilometer liegen bei 4,45 Euro. Für das Jahr 2027 rechnet der Landkreis mit einem Zuschussbedarf von rund 4,261 Millionen Euro. Die Verwaltung hat zudem ihren Nahverkehrsplan aktualisiert, um die neuen Anforderungen abzubilden.
Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Vernetzung Im Mittelpunkt der Reform stehen eine klarere Netzstruktur, reibungslosere Umstiege und die Integration des Schülerverkehrs in den regulären Fahrplan. Konkrete Angaben zu zusätzlichen Haltestellen oder verbesserten Umsteigepunkten für die Basler Erweiterungen liegen jedoch noch nicht vor.
Das überarbeitete Bussystem soll Ende 2026 mit einer übersichtlicheren Struktur und besseren Verbindungen an den Start gehen. Die automatische Fahrgastzählung liefert Daten für die Fördermittelvergabe, während die verlängerten Linien nach Basel den grenzüberschreitenden Verkehr stärken sollen. Die geplanten Zuschüsse von über vier Millionen Euro unterstreichen das Ausmaß der Investitionen in den lokalen Nahverkehr.