12 March 2026, 18:16

CDU Lörrach lehnt Wahlkreisreform für Lörrach-Müllheim strikt ab

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt.

CDU Lörrach lehnt Wahlkreisreform für Lörrach-Müllheim strikt ab

Der CDU-Kreisverband Lörrach hat sich gegen geplante Änderungen am Bundestagswahlkreis Lörrach-Müllheim ausgesprochen. Die Partei argumentiert, der Entwurf des Landeswahlleiters missachte die historische und geografische Einheit der Region.

Streitpunkt ist die Aufteilung des Wiesentals und angrenzender Gemeinden auf die Wahlkreise.

Laut aktuellem Vorschlag sollten der mittlere und obere Teil des Wiesentals zum Wahlkreis Waldshut wechseln. Die CDU lehnt dies ab und wirft dem Plan vor, eine naturräumlich zusammenhängende Region ohne sachliche Begründung zu zerschneiden.

Die Partei betont, dass Rheinfelden und Schwörstadt seit jeher enge Verbindungen zum ehemaligen Landkreis Säckingen aufweisen. Anders als andere Wiesental-Gemeinden gehören die beiden Städte jedoch bereits zum Landtagswahlkreis Waldshut und liegen näher am Hochrhein. Eine Trennung vom restlichen Tal ergebe weder politisch noch gesellschaftlich Sinn, so die CDU.

Stattdessen schlägt der Verband eine alternative Lösung vor: Nur Rheinfelden und Schwörstadt sollten Waldshut zugeordnet werden. Diese Anpassung würde, so die Begründung, eine ausgewogenere Bevölkerungsverteilung in beiden Wahlkreisen schaffen. Zudem entspreche sie besser den rechtlichen Vorgaben für Wahlkreisgrenzen, während die historischen Bezüge des Tals gewahrt blieben.

Rheinfelden und Schwörstadt sind seit der Gebietsreform 1973 Teil des Landkreises Lörrach. Die CDU kritisiert, der aktuelle Entwurf ignoriert diese bewährten Strukturen und riskiert eine unnötige Zersplitterung einer Region, die seit Jahrzehnten als funktionale Einheit agiert.

Mit ihrem Alternativvorschlag will die Partei das Wiesental als geschlossene Region erhalten und gleichzeitig die Bevölkerungsbalance herstellen. Sollte die Änderung umgesetzt werden, hätte dies Auswirkungen auf künftige Wahlen in der Region.

Die Kritik der CDU erhöht nun den Druck auf den Landeswahlleiter, die geplanten Wahlkreisgrenzen vor der endgültigen Entscheidung noch einmal zu überprüfen.

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