CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video-Kontroverse zurück
Niklas BrandtCDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video-Kontroverse zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurückgetreten. Der Schritt folgt auf massive Kritik an einem WhatsApp-Beitrag, in dem ein Video mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern zu sehen war. Die inzwischen gelöschte Aufnahme zeigte Uniformierte, die auf den historischen Militärfahrzeugen unterwegs waren.
Zunächst war Bommert für einen WhatsApp-Status in die Kritik geraten, in dem er seine Lieblingspolitiker nannte – darunter Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz. Die aktuelle Kontroverse eskalierte jedoch, nachdem er das Video einer Veranstaltung mit Wehrmacht-Bezug geteilt hatte.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Steeven Bretz, verurteilte den Beitrag umgehend und erklärte, er "distanziere sich auf das Schärfste von Inhalten dieser Art und deren Verbreitung". Bretz kündigte an, den Vorfall intern aufarbeiten zu lassen, und kündigte ein direktes Gespräch mit Bommert an.
Die CDU sprach Bommert zwar eine offizielle Rüge aus, entband ihn jedoch nicht von weiteren Parteiämtern oder verhängte weitere Sanktionen. Bommert räumte daraufhin ein, der Beitrag sei ein Fehler gewesen, und trat von seinem Ausschussvorsitz zurück.
Laut Unterlagen gab es in den vergangenen fünf Jahren keine öffentlichen Kritik- oder Sanktionierungsfälle gegen CDU-Politiker in Brandenburg im Zusammenhang mit historisch oder politisch brisantem Material.
Bommerts Rücktritt erfolgte nach einer internen Prüfung und der Rüge durch die CDU. Die Partei hat damit deutlich Position gegen die Verbreitung solcher Inhalte bezogen. Der Vorfall stellt die erste öffentliche Kontroverse dieser Art für die brandenburgische CDU in jüngerer Zeit dar.






