Deutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch bis 2027
Emma SchmidtDeutsche Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognosen drastisch bis 2027
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre deutlich nach unten korrigiert. Ihr aktueller Bericht, der am Mittwoch, den 24. Mai 2023, erscheinen soll, zeichnet ein weit düstereres Bild als die bisherigen Vorhersagen. Die Abwärtsrevision folgt auf steigende Energiekosten und anhaltende globale Instabilität.
Noch vor sechs Monaten hatten dieselben Institute für das Jahr 2023 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent und für 2027 von 1,4 Prozent erwartet. Nun wurden diese Zahlen drastisch gesenkt. Für 2023 wird nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent prognostiziert – weniger als die Hälfte der früheren Schätzung.
Hauptgründe für die Anpassung sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran sowie stark gestiegene Öl- und Gaspreise. Diese Faktoren belasten die Haushaltsbudgets der Privaten und dämpfen die Geschäftserwartungen der Unternehmen.
Bis 2027 erwarten die Institute nun ein BIP-Wachstum von lediglich etwa 1 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber der vorherigen Prognose, der die anhaltende Unsicherheit auf den globalen Märkten widerspiegelt.
Die aktualisierte Vorhersage wird am 24. Mai 2023 veröffentlicht. Sie unterstreicht eine deutlich schwächere wirtschaftliche Perspektive für Deutschland als bisher angenommen. Unternehmen und politische Entscheidungsträger stehen nun vor der Herausforderung, sich an ein langsameres Wachstum und höhere Kosten anzupassen.






