Deutscher Fahrzeugmarkt 2024: Leichte Erholung trotz schwacher E-Auto-Nachfrage
Niklas BrandtDeutscher Fahrzeugmarkt 2024: Leichte Erholung trotz schwacher E-Auto-Nachfrage
Deutschlands Fahrzeugmarkt zeigt 2024 erste Erholungszeichen – trotz wirtschaftlicher Herausforderungen
Im Jahr 2024 gab es auf dem deutschen Fahrzeugmarkt Anzeichen einer Erholung, auch wenn die wirtschaftliche Lage weiterhin schwierig blieb. Die Zahl der Halterwechsel stieg im Jahresvergleich um 1 %, wobei allein im Dezember ein Plus von 8,8 % gegenüber 2023 verzeichnet wurde. Allerdings gingen die Verkäufe von Elektroautos zurück, und Busse blieben das einzige Segment mit rückläufigen Zahlen.
Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte, wurden 2024 insgesamt 7,600.745 Fahrzeugumschreibungen registriert – ein leichter Anstieg um 1 % im Vergleich zum Vorjahr. Bis Ende November hatte der Markt noch 0,1 % unter den Werten von 2023 gelegen, was auf einen spürbaren Aufschwung zum Jahresende hindeutet.
Besonders stark zeigte sich der Dezember mit 485.953 Umschreibungen, was einem Zuwachs von 8,8 % gegenüber Dezember 2023 entspricht. Auch bei Anhängern gab es ein Plus: Hier stiegen die Halterwechsel auf 438.185, ein Anstieg von 3,2 % im Jahresvergleich.
Elektroautos jedoch verloren an Boden. Ihr Anteil an den Neuzulassungen sank von etwa 16,8 % zu Beginn des Jahres auf 13,5 % im Dezember. Der Gebrauchtwagenmarkt hingegen wirkte stabilisierend und half der Branche, die wirtschaftlichen Belastungen zu bewältigen. Mit Ausnahme der Busse verzeichneten alle Fahrzeugsegmente Wachstum – bei Bussen ging die Zahl der Halterwechsel um 2,7 % zurück.
Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild für die deutsche Automobilbranche im Jahr 2024: Zwar stiegen die Umschreibungen insgesamt, und die meisten Segmente legten zu, doch die Nachfrage nach Elektroautos flaute ab, und Busse kämpften weiterhin mit Rückgängen. Der Gebrauchtwagenmarkt blieb über das gesamte Jahr hinweg eine wichtige Stütze für den Sektor.






