Energieausgaben der Stadt explodieren um 53 Prozent – doch Schulen bleiben Hauptverbraucher
Niklas BrandtEnergieausgaben der Stadt explodieren um 53 Prozent – doch Schulen bleiben Hauptverbraucher
Die Energiekosten der Stadt stiegen 2024 um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro an. Trotz Bemühungen um mehr Effizienz blieben die Verbrauchsmuster weitgehend unverändert – Schulen verbrauchten dabei fast die Hälfte des gesamten Stroms und Gases.
Im vergangenen Jahr schnellten die Energieausgaben stark in die Höhe, vor allem wegen des höheren Heizölverbrauchs. Die Lagerbestände aus dem Jahr 2022 trieben den Verbrauch von 4,75 Millionen auf 6 Millionen Kilowattstunden im Jahr 2024. Der Strom- und Erdgasverbrauch blieb dagegen mit 13,32 Millionen Kilowattstunden bzw. 50,4 Millionen Kilowattstunden stabil. Auch der CO₂-Fußabdruck der Stadt veränderte sich nicht und lag weiterhin bei 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten.
In den letzten zwei Jahren hat die Stadt ihr Energiemonitoring und -management deutlich ausgebaut. Zu den jüngsten Maßnahmen gehört eine für 850.000 Euro durchgeführte Modernisierung der Beleuchtung, die zur Hälfte aus Bundesmitteln gefördert wurde. Fünfzehn städtische Gebäude sind inzwischen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, die vor Ort bis zu einer Million Kilowattstunden Strom erzeugen sollen.
Für die Zukunft sind weitere Effizienzmaßnahmen geplant, darunter die Modernisierung von Heizungsanlagen, die Installation neuer Lüftungssysteme sowie Dachsanierungen zur Integration von Solaranlagen. Trotz steigender Kosten investiert die Stadt weiterhin in Energieeinsparprojekte. Die Photovoltaikanlagen und anstehende Modernisierungen sollen den langfristigen Verbrauch senken. Schulen bleiben mit fast zwei Dritteln des Erdgasbedarfs in städtischen Liegenschaften die größten Energieverbraucher.






