Enso übernimmt bis zu 36 Tegut-Filialen für ländliche Supermarkt-Expansion
Emma SchmidtEnso übernimmt bis zu 36 Tegut-Filialen für ländliche Supermarkt-Expansion
Enso plant Expansion: Bis zu 36 Tegut-Filialen sollen zur „Tante Enso“-Kette gehören
Der Lebensmittelhändler Enso will seine Supermarktkette Tante Enso ausbauen und bis zu 36 Tegut-Märkte übernehmen. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf ländliche Regionen, die von großen Handelsketten oft vernachlässigt werden. Sein Konzept verbindet den Charme traditioneller Tante-Emma-Läden mit modernen Einkaufsbedürfnissen.
Der Deal mit der Migros-Gruppe, der Tegut angehört, ist bereits unterzeichnet, steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden. Enso will damit Lücken schließen, die andere Supermärkte hinterlassen – insbesondere in Dörfern, wo der nächste Laden mehr als fünf Kilometer entfernt liegt. Dass dieses Modell funktioniert, zeigt das Beispiel Lemgow: Dort eröffnete eine Tante Enso-Filiale, nachdem Edeka seinen Standort geschlossen hatte.
Die Tante Enso-Märkte bieten eine Mischung aus Bio-Produkten, regionalen Erzeugnissen und bekannten Markenartikeln. Kunden mit einer Tante Enso-Karte können rund um die Uhr einkaufen – ein großer Vorteil für kleine Gemeinden. Der Standort in Lemgow hat sich längst zu mehr als nur einem Laden entwickelt: Er ist zum sozialen Treffpunkt für die Bewohner geworden.
Mit fast 90 Tante Enso-Filialen in ganz Deutschland setzt das Unternehmen auf eine Wachstumsstrategie, die unterversorgte Standorte in den Fokus rückt. Das Konzept setzt auf Erreichbarkeit und lokale Verankerung – ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den großen Ketten.
Falls die Übernahme von Tegut genehmigt wird, stärkt dies Ensos Präsenz im ländlichen Deutschland weiter. Die Expansion bringt mehr Einkaufsmöglichkeiten in Regionen, aus denen sich große Händler zurückgezogen haben. Die lokalen Gemeinden profitieren dabei nicht nur von der Bequemlichkeit, sondern auch von der sozialen Funktion, die diese Läden übernehmen.






