12 June 2026, 18:08

Erste Schule in Hessen trägt Namen von Holocaust-Überlebender Margot Friedländer

Benennen Sie die 'Neue Frankfurter Oberschule' in 'Margot-Friedländer-Oberschule' um

Erste Schule in Hessen trägt Namen von Holocaust-Überlebender Margot Friedländer

Eine Schule in Hessen wird nach Margot Friedländer umbenannt – eine Überlebende des Holocaust und eine bedeutende Stimme im Kampf gegen das Vergessen der NS-Verbrechen. Es ist das erste Mal, dass in der Region eine Schule ihren Namen tragen wird. Friedländer, die im Mai 2025 verstorben ist, widmete ihr Leben der Aufklärung junger Menschen über die Gräueltaten des NS-Regimes sowie der Förderung von Toleranz und Demokratie.

Margot Friedländer verbrachte Jahrzehnte in den USA, bevor sie nach Berlin zurückkehrte. Dort setzte sie sich unermüdlich als Zeitzeugin ein und teilte ihre Erlebnisse, um sicherzustellen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit gerieten. Ihr Einsatz für Menschlichkeit und demokratische Werte brachte ihr große Anerkennung ein.

Im Dezember 2025 verlieh ihr der hessische Ministerpräsident Boris Rhein posthum die Wilhelm-Leuschner-Medaille, die höchste Auszeichnung des Landes. Rhein betonte die zentrale Rolle von Schulen im Kampf gegen Extremismus und Antisemitismus und unterstrich ihre Bedeutung für das historische Bewusstsein.

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Das Neue Gymnasium Frankfurt wird künftig Margot-Friedländer-Gymnasium heißen. Bildungsminister Armin Schwarz lobte diesen Schritt als starkes Signal innerhalb des Bildungssystems. Die Umbenennung geht auf einen Vorschlag von Rhein zurück, der damit Friedländers Vermächtnis im schulischen Alltag dauerhaft würdigen will.

Die Namensgebung setzt ein bundesweites Beispiel für demokratische Bildung und historische Verantwortung. Sie sorgt dafür, dass Friedländers Engagement für Erinnerung und respektvolles Miteinander in der Identität der Schule weiterlebt. Die Initiative unterstreicht zudem Hessens Verpflichtung, das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes zu bewahren.

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