Funk rechtfertigt Bibel als "Müll" – Streit um Instagram-Post und neutrale Sprache
Philipp MeyerFunk rechtfertigt Bibel als "Müll" – Streit um Instagram-Post und neutrale Sprache
Funk verteidigt umstrittenen Instagram-Post – Kritik an redaktionellen Entscheidungen
Die jugendorientierte Digitalplattform Funk, ein gemeinsames Angebot von ARD und ZDF, hat einen umstrittenen Instagram-Beitrag verteidigt, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde – im Rahmen einer Aufzählung von Gegenständen, die Menschen auf dem Mond zurückgelassen haben. Die Plattform sieht sich nun erneut mit Vorwürfen wegen ihrer Inhalte und redaktionellen Entscheidungen konfrontiert.
Erst kürzlich hatte Funk in einem Social-Media-Beitrag die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) anstelle von „vor Christus“ (v. Chr.) für die Datierung historischer Ereignisse verwendet. Die Redaktion begründete dies mit einer neutralen Konvention, die sich besser in den Kontext einfüge. Man wies zugleich den Vorwurf zurück, sich bewusst von christlicher Terminologie distanzieren zu wollen, und betonte, dass der Entscheidung keine tiefere Bedeutung zukomme.
In einem weiteren Beitrag zählte Funk die Bibel neben Asche, Golfbällen und Beuteln mit menschlichem Abfall zu „Müll auf dem Mond“ auf. Die Plattform präzisierte, dass der Begriff „Müll“ sich auf von Menschen hinterlassene Gegenstände beziehe und keine abwertende Bewertung darstelle. Funk erklärte, dass bei der Rückkehr aus dem All vorrangig Materialien wie Mondgestein mitgenommen würden, während Abfälle wie Exkremente oder Erbrochenes zurückblieben.
Laut Duden und dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache bezeichnet „Müll“ feste Abfallstoffe aus Haushalten oder der Industrie. Funk betonte, das Wort sei in diesem sachlichen Sinne verwendet worden. Es ist nicht das erste Mal, dass der Plattform eine antichristliche Haltung vorgeworfen wird.
Funk hält an seinen redaktionellen Entscheidungen fest und argumentiert, diese seien auf Neutralität und sachliche Richtigkeit gegründet. Die Erklärungen der Plattform zielen darauf ab, öffentliche Bedenken hinsichtlich der gewählten Formulierungen und Inhalte auszuräumen. Die Debatte zeigt, wie stark Funk weiterhin unter Beobachtung steht – sowohl inhaltlich als auch sprachlich.






