Gastronomie im Rhein-Kreis Neuss fordert sechs Prozent mehr Lohn zur Fußball-WM
Philipp MeyerGastronomie im Rhein-Kreis Neuss fordert sechs Prozent mehr Lohn zur Fußball-WM
Die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft hat im Rhein-Kreis Neuss Forderungen nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche ausgelöst. Die Gewerkschaft NGG setzt sich für eine Lohnerhöhung von sechs Prozent für Köche, Servicekräfte und andere Beschäftigte ein und argumentiert, das Turnier mache die seit langem bestehenden Probleme der Branche deutlich sichtbar.
Ina Korte-Grimberg von der NGG Krefeld-Neuss warnte Arbeitgeber davor, ihre Mitarbeiter während der WM mit übermäßigen Überstunden zu belasten. Sie betonte, dass Restaurants für die Stoßzeiten der Spiele zusätzliches Personal einstellen müssten, um eine „Überstunden-WM“ zu vermeiden, und forderte faire Verhandlungen.
Die Gewerkschaft plant, eine Woche nach dem Eröffnungsspiel der WM die Lohnverhandlungen für die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen aufzunehmen. Am Verhandlungstisch wird ihr der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) gegenüberstehen. Korte-Grimberg hofft, dass die Arbeitgeber kein „Eigentor“ schießen, indem sie berechtigte Forderungen ablehnen.
Eine Lohnerhöhung um sechs Prozent würde dem Gehalt einer vollzeitbeschäftigten Fachkraft in der Küche oder im Service mindestens 164 Euro monatlich hinzufügen. Die NGG besteht zudem darauf, dass jede zusätzliche Arbeitsstunde während der WM bezahlt werden muss und dass Schichtpläne Rücksicht auf Beschäftigte mit Pflegeverantwortung nehmen.
Ziel der Verhandlungen ist es, bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Gastronomiebeschäftigte durchzusetzen. Ohne ein motiviertes Team könnte die Branche in der hektischen Turnierphase an ihre Grenzen stoßen. Ein fairer Kompromiss könnte zudem Maßstäbe für die gesamte Region setzen.






