27 March 2026, 18:16

GHD verkleinert sich radikal – und setzt alles auf Heimversorgung

Visitenkarte für James Noble Water Closet & Lifting Pump Manufacturer mit Produktbeschreibungstext.

GHD verkleinert sich radikal – und setzt alles auf Heimversorgung

Die GHD GesundHeits GmbH Deutschland verkauft zentrale Geschäftsteile, um sich künftig auf den Bereich Heimversorgung zu konzentrieren. Das 1992 gegründete Unternehmen hat seine Logistiktochter Sangro an die dänische Beteiligungsgesellschaft Axcel veräußert – ein strategischer Kurswechsel für den deutschen Gesundheitskonzern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Verkauf von Sangro ist Teil einer Straffung der Unternehmensstrukturen. Die in Erkrath ansässige Logistiksparte galt als wachstumsstärkster Bereich des Konzerns. Mit ihrem Abstoß gibt GHD fast die Hälfte seines Gesamtumsatzes auf – allein im Jahr 2024 rund 263 Millionen Euro.

Bereits in diesem Jahr hat GHD mehrere Desinvestitionen vorgenommen: Neben Sangro verkaufte das Unternehmen seine Berliner Tochter OTB sowie ein Gesundheitszentrum in Lindlar. Zudem trennte es sich von Forlife, einem Spezialisten für Medizintechnik. Diese Verkäufe folgen früheren Umstrukturierungen, darunter die Übertragung des Sterilisationsgeschäfts an den Wettbewerber Zytoservice im Jahr 2018.

Künftig wird sich GHD auf seine Heimversorgungssparte konzentrieren, die 2024 einen Umsatz von 218 Millionen Euro erwirtschaftete. Seit 2014 gehört das Unternehmen dem schwedischen Finanzinvestor Nordic Capital, der die jüngsten strategischen Weichenstellungen begleitet.

Mit dem Verkauf von Sangro und weiteren Assets verengt GHD sein Geschäftsmodell auf den Bereich Heimversorgung. Zwar wird der Umsatz deutlich sinken, doch die verbleibenden Aktivitäten entsprechen stärker dem ursprünglichen Kerngeschäft. Über Axcels Pläne mit Sangro ist bisher wenig bekannt – öffentliche Informationen zur Rolle des Investors im deutschen Gesundheits- und Logistiksektor sind rar.

Quelle