05 April 2026, 06:15

Goldene Trump-Statue in Miami löst hitzige Debatte über Götzendienst aus

Goldenes rundes Schild mit erhabener Statue of Liberty-Gestaltung und eingraviertem Text, vor einem weißen Hintergrund.

Goldene Trump-Statue in Miami löst hitzige Debatte über Götzendienst aus

Eine goldene Statue des früheren Präsidenten Donald Trump soll in seiner geplanten Präsidialbibliothek in Miami aufgestellt werden. Die Ankündigung, die sein Sohn Eric Trump am Dienstag in einem veröffentlichten Video machte, hat bereits eine breite Debatte und Kritik ausgelöst.

Die Statue soll als Verehrungsobjekt dienen – ein Konzept, das in den USA aufgrund der tief verwurzelten Tradition gegen Götzendienst auf Kontroversen stößt. Kritiker, darunter der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, ziehen Vergleiche zu goldenen Statuen autoritärer Führer wie Mao Zedong und Kim Il-sung. Auch der Zeitpunkt der Enthüllung sorgt für Aufsehen, da er mit den laufenden "No Kings"-Protestmärschen zusammenfällt, was manche als taktlos oder provokant empfinden.

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Die Trump-Regierung hatte bereits in der Vergangenheit eine Vorliebe für auffällige, polarisierende Symbole gezeigt – etwa indem sie den "Zankapfel" der klassischen, ausgewogeneren Ernährungspyramide vorzog. Der aktuelle Vorschlag reiht sich in eine Serie nationaler Debatten ein, die von der Sinnhaftigkeit vergangener Kriege bis hin zur Bedeutung politischer Begriffe wie "Bezahlbarkeit" und "Geburtsrecht" reichen.

Historisch betrachtet wurden Statuen umstrittene Führer oft in Zeiten politischer Umbrüche entfernt oder zerstört. Beispiele sind Denkmäler für König Georg III., Napoleon und Saddam Hussein, die gestürzt oder beschädigt wurden, als sich die politische Stimmung wandelte. Unterdessen installierte kürzlich eine Guerilla-Kunstgruppe eine goldene Toilettenstatue auf dem National Mall in Washington – eine spöttische Anspielung auf Trumps Pläne, das Lincoln-Badezimmer zu renovieren.

Goldene Statuen lebender oder amtierender Staatschefs sind in den USA und weltweit selten. Zwar gibt es keine umfassende Liste, doch solche Denkmäler sind in der Regel metaphorisch gemeint und nicht wörtlich zu verstehen – nur wenige Führer wurden vor ihrem Tod tatsächlich vergoldet.

Die geplante Statue ist bereits zu einem Zankapfel in den aktuellen politischen Diskussionen geworden. Ihre Vorstellung fügt sich in die Reihe der umstrittenen Themen ein, die während Trumps Amtszeit aufgekommen sind. Die Debatte über ihre Angemessenheit und Symbolik wird voraussichtlich anhalten, während die Pläne für die Präsidialbibliothek voranschreiten.

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