Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein demokratisches Engagement und künstlerisches Wirken
Emma SchmidtHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für sein demokratisches Engagement und künstlerisches Wirken
Herbert Grönemeyer erhält den Deutschen Nationalpreis für sein langjähriges Engagement für die Demokratie und seine künstlerischen Verdienste. Die von der Deutschen Nationalstiftung verliehene Auszeichnung würdigt seinen öffentlichen Einsatz gegen rechtsextreme Bewegungen sowie sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit.
Thomas Mirow von der SPD betonte, Grönemeyers Bemühungen um eine offene und freie Gesellschaft seien ein zentraler Grund für die Ehrung. Die Deutsche Nationalstiftung wurde 1993 vom ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt gegründet. Ihr Ziel ist es, die nationale Einheit zu stärken, Toleranz zu fördern und das internationale Verständnis zu vertiefen.
Grönemeyer ist seit Langem ein entschiedener Gegner rechtspopulistischer und rechtsextremer Politik in Deutschland. 2024 forderte er eine "Brandmauer gegen Rechts" und bezog sich dabei auf die investigativen Recherchen von Correctiv. Bei einem Konzert in Dortmund 2025 bezeichnete er rechtsextreme Störer als "rechte Ratten". Noch im selben Jahr nahm er an einem Treffen mit anderen Prominenten in der Bundeskanzlei teil, um Strategien gegen den Einfluss rechtsextremer Kräfte zu diskutieren.
Sein Engagement setzte er auch 2026 fort. Bei der Entgegennahme des Deutschen Nationalpreises unterstrich er seine Haltung mit dem Slogan "Kein Millimeter nach rechts!". Zudem sprach er sich öffentlich für feministische Politik und progressive Reformen in der Migrationsdebatte aus.
Der Musiker warnt seit Jahren vor den Gefahren für die Demokratie. In einer Rede erklärte er, Deutschland stehe "fünf Minuten vor zwölf" – die demokratischen Werte seien einem "heftigen Angriff" ausgesetzt.
Die Preisverleihung wird Grönemeyers Doppelfunktion als Künstler und Verfechter demokratischer Grundwerte offiziell anerkennen. Seine öffentlichen Stellungnahmen richten sich konsequent gegen rechtsextreme Strömungen und setzen sich für Vielfalt und soziale Gerechtigkeit ein. Die Auszeichnung der Stiftung unterstreicht, wie weit sein Wirken über die Musik hinausreicht.






