Hessen: Artensterben bleibt dramatisch – doch es gibt auch Hoffnungsschimmer
Philipp MeyerBedenken wegen Schmetterlingen: Tierarten in kritischem Zustand - Hessen: Artensterben bleibt dramatisch – doch es gibt auch Hoffnungsschimmer
Zustand vieler Tier- und Pflanzenarten in Hessen bleibt kritisch
Laut einem neuen Bericht ist der Erhaltungszustand zahlreicher Tier- und Pflanzenarten in Hessen weiterhin besorgniserregend. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat aktuelle Erkenntnisse veröffentlicht, die bei einigen Arten deutliche Rückgänge zeigen, während andere Anzeichen einer Erholung aufweisen.
Dem Bericht zufolge werden inzwischen 35 Arten in Hessen als in schlechtem Erhaltungszustand eingestuft – ein Anstieg um 35 Prozent seit 2007. Besonders betroffen sind Schmetterlinge, die unter intensiv bewirtschafteten Wiesen und Weiden leiden. Auch Fledermäuse sehen sich großen Herausforderungen gegenüber, bedingt durch Baumfällungen, Gebäudesanierungen und den Rückgang fliegender Insekten.
Doch es gibt auch positive Entwicklungen: Biber und Wildkatzen verzeichnen in der Region wieder wachsende Bestände. Aktuell befinden sich 21 Arten in Hessen in einem günstigen Erhaltungszustand.
Die Ergebnisse des HLNUG unterstreichen die anhaltenden Belastungen für die biologische Vielfalt in Hessen. Während sich einige Arten wie Biber und Wildkatzen erholen, gehen die Bestände anderer – etwa von Schmetterlingen und Fledermäusen – weiter zurück. Der Bericht zeichnet ein klares Bild vom aktuellen Stand des Artenschutzes in der Region.






