11 April 2026, 04:13

Hettich-Beschäftigte verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der mit einer anderen Person vor einer Berg- und Baumkulisse steht, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Hettich-Beschäftigte verzichten freiwillig auf geplante Gehaltserhöhung

Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben sich bereit erklärt, eine geplante Gehaltserhöhung zu verschieben. Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Schwierigkeiten des Unternehmens. Die für den 1. April vorgesehene Lohnerhöhung um 3,1 Prozent wird nun um ein Jahr aufgeschoben.

Ursprünglich sollte das Unternehmen die Löhne ab April um 3,1 Prozent anheben. Angesichts der angespannten finanziellen Lage bat die Geschäftsführung die Belegschaft jedoch, die Erhöhung zu verschieben. Über 90 Prozent der Mitarbeiter haben dem Vorschlag inzwischen zugestimmt.

Durch die Verschiebung spart das Unternehmen mehrere Millionen Euro ein. Für viele Beschäftigte bedeutet dies jedoch, dass ihnen in den kommenden zwölf Monaten mehr als 1.000 Euro an zusätzlichem Einkommen entgehen.

Hettich wies Vorwürfe zurück, Mitarbeiter unter Druck gesetzt zu haben, und betonte, dass jeder Beschäftigte individuell entscheiden konnte. Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte den Schritt jedoch scharf. Gewerkschaftsvertreter argumentieren, die Belegschaft sei de facto zur Zustimmung genötigt worden.

Die verschobene Lohnerhöhung bleibt nun mindestens bis April 2025 ausgesetzt. Die Beschäftigten erhalten die vereinbarte Erhöhung von 3,1 Prozent ein Jahr später als geplant. Ob es zu weiteren Verzögerungen kommt, hängt von der weiteren finanziellen Entwicklung des Unternehmens ab.

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