05 April 2026, 04:15

ISP verdoppelt Umsatz mit Therapien für seltene Erkrankungen auf 245 Millionen Euro

Ein Plakat, das verschiedene Medikamente wie Flaschen, Schachteln und andere Gegenstände zeigt, die auf einem Tisch angeordnet sind, mit dem Text "Piperazine Midy - Antigripine Midy Provence" unten.

ISP verdoppelt Umsatz mit Therapien für seltene Erkrankungen auf 245 Millionen Euro

International Specialty Pharmacy Rare & Orphan Diseases (ISP) verzeichnet 2024 Umsatzboom – fast verdoppelt auf 245 Millionen Euro

Das niederländische Unternehmen, eine Tochtergesellschaft der schweizerischen United Healthcare Partners (UHP), hat sich auf hochpreisige Enzymersatztherapien spezialisiert. Trotz des starken Wachstums bleiben die Gewinnmargen jedoch knapp, und die Erträge sind in den letzten Jahren niedrig geblieben.

ISP agiert in einem Nischenmarkt und konzentriert sich auf seltene Erkrankungen, bei denen die Behandlungskosten pro Patient bis zu 1,5 Millionen Euro jährlich betragen können. Die Muttergesellschaft UHP versorgt jährlich über 5.000 Patienten, führt 42.000 Infusionen durch und liefert rund 100.000 pharmazeutische Produkte. Zudem organisiert UHP jährlich 15.000 Schulungen, in denen Patienten den Umgang mit ihren Medikamenten zur Selbstanwendung erlernen.

Die Heimversorgungsrichtlinie (HKP) hat kürzlich ihren Leistungskatalog erweitert und nun auch kurze subkutane Infusionen als verordnungsfähige Behandlungen aufgenommen. Diese Änderung beeinflusst die Abrechnungsprozesse von ISP, wobei das Unternehmen keine detaillierten Finanzdaten öffentlich macht.

Auf dem europäischen Gesamtmarkt dominieren Konkurrenten wie die Shop Apotheke, die etwa die Hälfte des 1-Milliarden-Euro-Markts für verschreibungspflichtige Arzneimittel kontrolliert. DocMorris folgt mit 250 Millionen Euro Umsatz. Kleinere Anbieter wie Apo.com, Medikamente-per-Klick, Atida und Sanicare kommen gemeinsam lediglich auf 55 Millionen Euro im Verschreibungssegment.

Über ISPs Engagement in der sterilen Arzneimittelherstellung oder spezifische Patientengruppen liegen keine weiteren Informationen vor. Das Unternehmen bleibt auf seltene und Orphan Diseases (Waisenerkrankungen) fokussiert, wo die Behandlungskosten außergewöhnlich hoch sind.

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Das Umsatzwachstum von ISP unterstreicht die steigende Nachfrage nach Therapien für seltene Erkrankungen – auch wenn die Gewinnspannen schmal bleiben. Das Unternehmen operiert weiterhin unter dem Dach von UHP, das im Bereich Heimtherapie und Spezialpharmazie eine breite Präsenz aufweist. Durch regulatorische Anpassungen wie die HKP könnte sich ISPs Marktposition in den kommenden Jahren verändern. Die Branche bleibt wettbewerbsintensiv, wobei große Player bedeutende Anteile am Verschreibungsmarkt halten.

Quelle