06 April 2026, 20:15

Krankenhäuser warnen vor Personalnot durch geplante Syrer-Rückführung

Schwarz-weißes Architekturzeichnung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, zeigt detaillierte Grundrisse mit beschrifteten Räumen, Fluren und umfangreicher Verdrahtung.

Krankenhäuser warnen vor Personalnot durch geplante Syrer-Rückführung

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat Bedenken gegen den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz geäußert, die Rückführung syrischer Geflüchteter zu beschleunigen. Das Vorhaben sieht vor, dass etwa 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer innerhalb der nächsten drei Jahre das Land verlassen sollen. Krankenhäuser warnen, dass der Verlust dieser Arbeitskräfte die Versorgung mit lebenswichtigen Gesundheitsleistungen im gesamten Land gefährden könnte.

Syrische Fachkräfte im Gesundheitswesen spielen eine zentrale Rolle im deutschen Gesundheitssystem. Bis Ende 2024 werden 5.745 syrische Ärztinnen und Ärzte in deutschen Krankenhäusern tätig sein – die größte Gruppe ausländischer Mediziner im Land. Darüber hinaus sind über 2.000 syrische Pflegekräfte in der Patientenversorgung beschäftigt und schließen so dringend benötigte Personallücken.

Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, betonte, dass der Wegfall dieser qualifizierten Arbeitskräfte die Krankenhausbetriebe erheblich schwächen würde. Ihr Fehlen würde sich unmittelbar in Stationen und Ambulanzen bemerkbar machen, wo Personalmangel bereits jetzt ein akutes Problem darstellt.

Die geplante Politik könnte Tausende syrische Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte aus deutschen Krankenhäusern entfernen. Ihr Abgang würde spürbare Lücken in den medizinischen Teams hinterlassen und die tägliche Patientenversorgung beeinträchtigen. Die Warnung der DKG unterstreicht die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung eines solchen groß angelegten Rückführungsplans.

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