04 April 2026, 20:14

Lastenrad-Logistik fordert Dialog statt Verbote für schmale Radwege

Gebäude mit wenigen Fahrradfahrern auf der Straße.

Lastenrad-Logistik fordert Dialog statt Verbote für schmale Radwege

Fachverband Lastenrad-Logistik (RLVD) fordert besseren Dialog über Lastenräder auf schmalen Radwegen

Der Fachverband Lastenrad-Logistik Deutschland (RLVD) plädiert für einen konstruktiveren Austausch über die Nutzung von Lastenrädern auf schmalen Radspuren. Zwar erkennt der Verband die Sicherheitsbedenken an, lehnt pauschale Verbote jedoch ab. Stattdessen setzt er sich für eine gut durchdachte Infrastruktur und klare Regeln ein, um den Straßenverkehr für alle sicherer zu gestalten. Wie RLVD-Vorsitzender Ernst Brust betont, betreffe das Thema gleichermaßen Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Autofahrer:innen.

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Der Verband stimmt mit der Fußgängerorganisation FUSS e.V. überein, dass enge Wege für zu Fuß Gehende Risiken bergen können. Gleichzeitig besteht der RLVD darauf, dass Sicherheit vor allem von der Kompetenz der Fahrenden, gegenseitigem Respekt und klaren Vorschriften abhängt – und nicht allein von Einschränkungen. Er verweist darauf, dass selbst große Lastenräder deutlich kleiner und langsamer sind als herkömmliche Liefertransporter: Sie sind in der Regel nur halb so breit, halb so lang und fahren mit geringerer Geschwindigkeit.

Die Organisation setzt sich für einen Wandel in der Stadtlogistik ein und wirbt für kleinere, leisere und emissionsfreie Fahrzeuge, um Staus zu verringern. Zudem betont sie, dass eine gut ausgebaute Radinfrastruktur entscheidend ist, um den Verkehr flüssiger und sicherer zu gestalten. Um die Herausforderungen zu meistern, bietet der RLVD seine Expertise in der Lastenrad-Logistik an, um Lösungen zu entwickeln, die Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und gewerblichen Verkehr gleichermaßen berücksichtigen.

Im Einklang mit Zielen wie Vision Zero und der Verkehrswende strebt der Verband eine höhere Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden an. Statt flächendeckender Verbote setzt er auf eine gemeinsame Planung, die die Bedürfnisse verschiedener Gruppen in Einklang bringt.

Der RLVD konzentriert sich auf praktikable Lösungen statt auf Einschränkungen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Akteur:innen will er Politiken mitgestalten, die einen sicheren, sauberen Stadtverkehr fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei Infrastruktur, klare Regeln und Kooperation, um Konflikte auf gemeinsam genutzten Wegen zu minimieren.

Quelle