02 April 2026, 10:14

Leichter Anstieg kasachischer Spätaussiedler nach Jahrzehnten des Rückgangs

Weltkarte, die die Visapolitik von Kasachstan mit farbcodierten Regionen und dem Text "Visapolitik von Kasachstan" unten anzeigt.

Leichter Anstieg kasachischer Spätaussiedler nach Jahrzehnten des Rückgangs

In den letzten Jahren ist die Zahl der spätaussiedlungsberechtigten Kasachen, die nach Deutschland kommen, leicht angestiegen. Nach einem langen Rückgang registrierten sich 2024 etwa 2.546 Menschen aus Kasachstan. Dies folgt auf Jahrzehnte starker Rückgänge seit den 1990er-Jahren, als jährlich Zehntausende diesen Weg einschlugen.

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In den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er verließen jährlich Zehntausende ethnische Deutsche Kasachstan in Richtung Deutschland. Anfang der 2000er lag die Zahl der jährlichen Registrierungen noch bei über 38.000. Doch bis 2010 sank sie auf nur noch 508, und 2012 sogar auf 422.

Der drastische Rückgang war vor allem auf die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen in Kasachstan unter Präsident Nursultan Nasarbajew zurückzuführen. Das starke BIP-Wachstum, angetrieben durch Öl- und GasExporte, führte zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen. Auch strengere Auswanderungsbestimmungen ab 2008 spielten eine Rolle. Infolgedessen sank die Zahl der Spätaussiedler von über 100.000 pro Jahr Anfang der 1990er auf weniger als 1.000 in den 2010er-Jahren.

2025 bearbeitete Friedland – das zentrale Aufnahmelager für Spätaussiedler – insgesamt 4.238 Personen. Davon kamen 1.079 aus Kasachstan, 2.562 aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan. Friedland dient zudem als Ausgangspunkt für Integrationsprogramme der Neuankömmlinge.

Der leichte Anstieg kasachischer Spätaussiedler im Jahr 2024 markiert eine kleine Trendwende nach jahrelangem Rückgang. Zwar bleiben die Zahlen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten niedrig, doch der Anstieg deutet auf eine fortgesetzte, wenn auch verringerte Zuwanderung aus Kasachstan hin. Friedland bleibt weiterhin für die Registrierung und Integration der Ankommenden zuständig.

Quelle