Massive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Philipp MeyerMassive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern. Die von der lokalen antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen das Fitnessstudio, dem vorgeworfen wird, Verbindungen in die rechtsextreme Szene zu haben. Die Teilnehmer skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“.
Im Mittelpunkt der Proteste stand die vermutete Rolle des Studios als Treffpunkt für rechtsextreme Vernetzung und Rekrutierung. Zu den Schlüsselfiguren der Gladiator Fight Academy zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Ein weiteres Mitglied, Christopher Henze, soll Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig haben.
Auch Hans Krüger, ein Jugendtrainer im Studio und Fan von Energie Cottbus, tritt bei dessen Veranstaltungen an. Die Betreiber der Gladiator Fight Academy veranstalteten kürzlich in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series, bei der ein rechtsextrem geprägtes Publikum anwesend war. Kritiker werfen dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung zu fördern.
Unter den Gästen der Veranstaltung befand sich auch Paul Backmund, Kandidat der AfD für die anstehende Landtagswahl. Die Demonstration lenkte die Aufmerksamkeit auf die Besorgnis über den Einfluss des Studios und seine mutmaßlichen extremistischen Verbindungen.
Die Protestierenden forderten unverzügliche Maßnahmen gegen die Gladiator Fight Academy. Die Organisatoren betonten, wie dringend es sei, die Rolle des Studios in rechtsextremen Aktivitäten zu thematisieren. Die Kundgebung zeigt den wachsenden Widerstand gegen extremismusnahe Räume in der Region.






