Mediashop kämpft um Überleben nach Insolvenz – Investoren und Bank im Streit um Firmensitz
Mia SchmitzMediashop kämpft um Überleben nach Insolvenz – Investoren und Bank im Streit um Firmensitz
Mediashop GmbH vor ungewisser Zukunft nach Insolvenzantrag
Die TV-Shopping-Firma Mediashop GmbH mit rund 160 Mitarbeitern steht nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor einer unsicheren Zukunft. Das in Neunkirchen ansässige Unternehmen ist nun Schauplatz eines Streits zwischen Investoren und der Hausbank um die Übernahme des Firmensitzes.
Der Unternehmenshauptsitz befindet sich auf einem 6.566 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst ein dreistöckiges Gebäude, das 2018 fertiggestellt wurde. Ein unabhängiges Gutachten bewertete das Objekt mit 5,23 Millionen Euro. Die Bank hält jedoch ein Erbbaurecht mit einem jährlichen Erbbauzins von knapp 14.000 Euro sowie einer maximalen Hypothekenbelastung von 5,5 Millionen Euro – die tatsächliche Schuldenlast beträgt jedoch 3,9 Millionen Euro.
Zwischen Investoren und der Bank konnte bisher keine Einigung über den Erwerb des Firmensitzes erzielt werden. Dennoch soll der Verkauf der operativen Vermögenswerte von Mediashop sowie des Erbbaurechts noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Der Insolvenzverwalter Michael Lentsch arbeitet mit potenziellen Käufern an einem Rettungskonzept.
Die hinter dem Deal stehende Investorengruppe strebt an, Mediashop als führende TV-Shopping-Marke in Österreich, Deutschland und der Schweiz neu zu positionieren. Das Ergebnis des Insolvenzverfahrens wird entscheiden, ob das Unternehmen unter neuer Führung weitergeführt werden kann. Bei Erfolg plant die Investorengruppe, die Marktführerschaft des Unternehmens wiederaufzubauen. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf des Firmensitzes und der Vermögenswerte steht noch aus.






