30 March 2026, 06:16

Medikamentenknappheit 2026: Warum Apotheken und Kliniken jetzt handeln müssen

Plakat mit fetter weißer Schrift auf blauem Hintergrund, das "Ab nächster Woche bestellen Sie mehr kostenlose Covid-Tests auf CovidTests.gov." anzeigt.

Medikamentenknappheit 2026: Warum Apotheken und Kliniken jetzt handeln müssen

Der Jahresbeginn 2026 bringt neue Herausforderungen für die Pharma-Verwaltungen in ganz Deutschland

Fast 550 Medikamente sind derzeit vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als nicht verfügbar gelistet – eine Belastungsprobe für die Lieferketten. Angesichts laufender Preisanpassungen und saisonaler Planung wird Präzision bei der Lagerhaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und der Abstimmung mit den Vertriebsteams immer entscheidender.

Betroffen: Patientengruppen mit dringendem Bedarf Die Engpässe treffen vor allem Kinder, die auf antibiotische Säfte und Fiebersenkende angewiesen sind, Krebspatienten, die Medikamente wie Tamoxifen benötigen, sowie Menschen mit chronischen Herzerkrankungen, die auf Blutdruckmittel angewiesen sind. Auch die Akutversorgung leidet unter der Knappheit an Breitbandantibiotika. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu logistischen Verzögerungen als Ursache, doch strukturelle Probleme wie die Marktkonzentration bei Generika und die Verlagerung der Produktion nach Asien verschärfen die Lage.

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Januar als Weichenmonat für saisonale Prioritäten Schon Mitte Februar oder März beginnen die Bestellungen für die Grippeimpfstoffe der nächsten Saison – doch Arztpraxen müssen ihre Bestellformulare bereits bis Ende Januar einreichen. Gleichzeitig sehen viele im Dezember abgeschlossene Lieferverträge Liefertermine für das erste Quartal vor. Das bedeutet: Lieferbestätigungen müssen umgehend geprüft und die Lagerbereitschaft sichergestellt werden.

Verwaltungen unter Druck: Bestände, Preise, Verträge Die Aufgaben sind vielfältig: Lagerbestände müssen überprüft, Verkaufspreise vor den Anpassungen 2026 neu kalkuliert und Restbestände zu alten Konditionen erfasst werden. Jahresverträge sind auf den Prüfstand zu stellen, aktualisierte Preisklauseln und Rückgaberegelungen der Lieferanten sollten für den schnellen Zugriff zusammengestellt werden. Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams ist unerlässlich, um bei möglichen Rationierungen Prioritäten durchzusetzen.

Vorausschauende Planung als beste Strategie Proaktives Bestandsmanagement bleibt der beste Schutz vor drohenden Preissprüngen und möglichen Lieferkettenstörungen im kommenden Jahr.

Erstes Quartal 2026: Vertragsmanagement und Lagerlogistik im Fokus Mit fast 550 nicht verfügbaren Medikamenten und anstehenden Saisonbestellungen hängt die Versorgungssicherheit davon ab, wie gut Lagerbereitschaft und Lieferantenbedingungen geprüft werden. Die jetzt getroffenen Maßnahmen entscheiden, wie reibungslos die Pharma-Abläufe in den kommenden Monaten funktionieren.

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