15 March 2026, 04:13

Niedersachsen revolutioniert Medikamentenversorgung für Arztpraxen durch neues Abkommen

Ein Arzt in lila Handschuhen spritzt einem Mann ein Vakzin mit einer Spritze in den Mund.

Niedersachsen revolutioniert Medikamentenversorgung für Arztpraxen durch neues Abkommen

Neues Abkommen in Niedersachsen vereinfacht Medikamentenversorgung für Ärzte

Ein neues Abkommen in Niedersachsen soll die Belieferung von Arztpraxen mit Medikamenten durch Apotheken vereinfachen. Die Landesapothekerkammer (LAV) und die gesetzlichen Krankenkassen haben einen einheitlichen Vertrag für Praxisbedarf unterzeichnet, der das bisherige System ablöst und am 1. Juli in Kraft tritt.

Die bisherigen Regelungen zur Versorgung mit Praxisbedarf liefen zum 31. Dezember 2025 aus und hinterließen eine Lücke, die dringend verhandelt werden musste. Nach intensiven Gesprächen einigten sich beide Seiten auf einen standardisierten Rahmen, der Bürokratie abbauen und die Zuverlässigkeit der Versorgung verbessern soll.

Der neue Vertrag führt Prioritätsregeln für die Abgabe von Fertigarzneimitteln ein, um die Abläufe klarer zu gestalten. Zudem enthält er finanzielle Anreize für Apotheken, die Impfstoffe an Vertragsärzte liefern: Pro Dosis erhalten sie zunächst 80 Cent, später steigt die Vergütung auf einen Euro, sobald bestimmte Ziele erreicht werden.

Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, wurde eine Friedenspflicht zweimal verlängert – zunächst bis zum 31. März, dann bis zum 30. Juni. Dadurch ist die unterbrechungsfreie Lieferung essenzieller Produkte wie Arzneimittel, Impfstoffe und Verbandsmaterialien für Behandlungen oder Notfälle gesichert.

Der Vertrag umfasst den gesamten Praxisbedarf, einschließlich Materialien für die Versorgung mehrerer Patienten oder die Notfallmedizin. Ziel ist es, das System effizienter, kostengünstiger und landesweit einheitlicher zu gestalten.

Das neue Abkommen tritt am 1. Juli in Kraft und ersetzt das bisherige Flickwerk aus Einzelregelungen. Es legt verbindliche Standards für Apotheken und Ärzte fest, um die Abläufe zu optimieren. Gleichzeitig sichert es stabile Finanzierung für Impfstofflieferungen und garantiert die Kontinuität der Versorgung.

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