21 March 2026, 02:15

Nitrendipin-Mangel hält an: Patienten warten monatelang auf Medikamente

Liniengraph, der die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Nitrendipin-Mangel hält an: Patienten warten monatelang auf Medikamente

Patienten leiden unter anhaltendem Nitrendipin-Mangel

Patienten, die auf Nitrendipin – einen gängigen Kalziumkanalblocker – angewiesen sind, sehen sich weiterhin mit Lieferengpässen konfrontiert. Das Problem besteht bereits seit dem letzten Sommer, wobei mehrere Hersteller Produktionsverzögerungen melden. Sowohl die 10-Milligramm- als auch die 20-Milligramm-Dosierung sind derzeit in ganz Deutschland nur eingeschränkt verfügbar.

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Von den Engpässen betroffen sind alle großen Nitrendipin-Hersteller in Deutschland. Ratiopharm, Hexal und 1A Pharma hatten bereits im März 2026 Lieferunterbrechungen bekannt gegeben und als Ausweichpräparate Amlodipin und Lercanidipin empfohlen. Der Hersteller Aristo bestätigte unterdessen Produktionsprobleme bei der 20-Milligramm-Variante – eine Rückkehr zur regulären Versorgung ist hier erst gegen Ende des Jahres zu erwarten.

Andere Unternehmen nennen etwas frühere Zeitpläne: Ratiopharm und Aliud Pharma rechnen damit, die Lieferungen der 20-Milligramm-Tabletten bis Ende März wiederaufnehmen zu können. AbZ wird hingegen erst Ende Mai mit der Auslieferung beginnen. Auch die 10-Milligramm-Dosis ist derzeit nicht erhältlich; verschiedene Anbieter erwarten eine Wiederverfügbarkeit zwischen Ende März und Mitte April.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Nitrendipin offiziell in seine Liste der gemeldeten Arzneimittelknappheiten aufgenommen. Das Problem beschränkt sich jedoch nicht auf dieses Medikament: Lieferengpässe betreffen mittlerweile mehrere Wirkstoffgruppen, darunter auch ältere Substanzen wie Nitrendipin.

Aktuell kann kein Hersteller die Nachfrage nach einer der beiden Dosierungen decken. Patienten und Behandler müssen daher vorerst auf Alternativpräparate ausweichen, bis sich die Versorgungslage stabilisiert. Da die Wiederverfügbarkeit je nach Anbieter zwischen März und Dezember schrittweise erfolgt, werden die Engpässe noch monatelang anhalten.

Quelle