04 April 2026, 12:15

Pharma-Fonds pDL wächst kräftig – doch die Apothekenreform droht Rücklagen umzuverteilen

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo mit der Aufschrift "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneimittelkosten".

Pharma-Fonds pDL wächst kräftig – doch die Apothekenreform droht Rücklagen umzuverteilen

Pharmazeutischer Dienstleistungsfonds (pDL) verzeichnet starkes Finanzwachstum im dritten Quartal

Der Pharmazeutische Dienstleistungsfonds (pDL) konnte im dritten Quartal ein kräftiges finanzielles Wachstum verzeichnen – die Einnahmen lagen deutlich über den Ausgaben. Trotz eines Anstiegs der abgerechneten Leistungen nahm der Fonds fast 35 Millionen Euro ein und hält damit seine verfügbaren Rücklagen bei über 548 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden zentrale Patientenförderprogramme im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgebaut.

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Insgesamt reichten 8.777 Apotheken im dritten Quartal Abrechnungen beim pDL ein. Der Fonds erstattete Leistungen für verschiedene Dienstleistungen, darunter Schulungen zur korrekten Inhalatornutzung, Polypharmazie-Beratungen sowie Risikobewertungen bei Bluthochdruck.

Die Anleitung zur Inhalatornutzung erreichte 91.274 Patienten – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum zweiten Quartal ging die Zahl jedoch um 16 Prozent zurück. Die erweiterte Polypharmazie-Beratung für Patienten mit fünf oder mehr Medikamenten stieg stark an: 78.949 Beratungen wurden durchgeführt, was einem Jahresplus von 69 Prozent und einem Quartalsanstieg von 21 Prozent entspricht. Auch die Blutdruck-Risikobewertungen nahmen zu – mit 44.527 durchgeführten Checks verzeichnete der Fonds hier ein Jahreswachstum von 43 Prozent und ein Quartalsplus von 13 Prozent.

Not- und Nachtdienstfonds (NNF) steigert Auszahlungen deutlich Der Not- und Nachtdienstfonds (NNF) schüttete im dritten Quartal 11,3 Millionen Euro aus – ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund neuer Abrechnungsregeln sind direkte Vergleiche bei Inhalator- und Polypharmazie-Leistungen im Rahmen des NNF jedoch nicht möglich.

Ungewisse Zukunft der pDL-Rücklagen durch Apothekenreform Die Zukunft der angesammelten Rücklagen des pDL bleibt angesichts der anstehenden Apothekenreform ungewiss. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) schlägt vor, die bisherige 20-Cent-Abgabe pro Packung nicht mehr dem pDL, sondern stattdessen den Notdienstleistungen von Apotheken zukommen zu lassen.

Fazit: Solide Finanzlage, aber Reform könnte Mittelverteilung ändern Der pDL bleibt finanziell stabil – nach den jüngsten Auszahlungen stehen weiterhin über 548 Millionen Euro zur Verfügung. Die Patientenförderprogramme sind deutlich gewachsen, wenn auch mit quartalsweisen Schwankungen in einigen Bereichen. Die geplante Reform könnte jedoch eine Umverteilung der Mittel bewirken und Ressourcen vom pDL zugunsten der Notapotheken-Dienste umlenken.

Quelle