Rastatt in der Finanzkrise: Gewerbesteuer bricht ein – Stadt muss sparen
Emma SchmidtRastatt in der Finanzkrise: Gewerbesteuer bricht ein – Stadt muss sparen
Rastatt kämpft mit drastischem Einbruch bei Gewerbesteuereinnahmen – Stadt steht unter massivem Finanzdruck
Die Stadt Rastatt leidet unter einem starken Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen, der die Kommunalhaushalte schwer belastet. Statt der ursprünglich prognostizierten eine Million Euro rechnet die Verwaltung in diesem Jahr nur noch mit 300.000 Euro. Die Krise zwingt lokale Verantwortliche und regionale Behörden zu schnellem Handeln.
Der Regionalverband Karlsruhe hat zwar kürzlich den Haushaltsplan Rastatts für 2026 gebilligt – allerdings mit strengen Auflagen. Die Stadt muss bis zum 1. September 2026 einen detaillierten Finanzbericht vorlegen, der die Haushaltslage und den Stand wichtiger Projekte darlegt. Zudem wurden weitere Kürzungen und eine umfassende Überprüfung der Investitionspläne gefordert.
Bürgermeisterin Monika Müller reagierte mit dem Aufruf zu zusätzlichen Einsparungen und der Suche nach neuen Einnahmequellen. Ihr Ziel: die städtischen Finanzen noch vor dem nächsten Haushaltsjahr zu stabilisieren. Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Juni sollen die nächsten Schritte für 2027 erläutert werden, um den Bürgerinnen und Bürgern Klarheit über die finanzielle Zukunft der Stadt zu geben.
Der Einbruch bei der Gewerbesteuer trifft Rastatt besonders hart. Zwar fehlen noch genaue Vergleiche mit anderen Städten in Baden-Württemberg, doch das Defizit spiegelt übergeordnete wirtschaftliche Herausforderungen wider – allein Karlsruhe verzeichnete in diesem Jahr einen Rückgang bei den Gewerbesteuereinnahmen um 50 Millionen Euro.
Bis zur Frist im September stehen Rastatt nun monatelang schwierige Finanzentscheidungen bevor: Ausgaben müssen gekürzt, Investitionen überprüft und neue Einnahmequellen erschlossen werden, um eine noch tiefere Krise abzuwenden. Die Veranstaltung im Juni soll den Bürgerinnen und Bürgern einen Ausblick geben, was sie 2027 erwartet.






