Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Nominales Wachstum, reale Schwäche
Sachsen-Anhalts Wirtschaft zeigte 2025 ein gemischtes Bild. Zwar verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nominal ein Wachstum, doch real sank die Wirtschaftsleistung leicht. Während einige Branchen florierten, mussten das verarbeitende Gewerbe und der Bausektor spürbare Rückschläge hinnehmen.
Das BIP des Landes erreichte 2025 ein Volumen von 81,8 Milliarden Euro – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inflationsbereinigt schrumpfte die Wirtschaft jedoch um 0,2 Prozent. Damit lag Sachsen-Anhalt sowohl unter dem Bundesdurchschnitt als auch hinter dem Schnitt der ostdeutschen Flächenländer (ohne Berlin).
Die Arbeitsproduktivität stieg leicht um 0,4 Prozent, während das BIP pro Erwerbstätigem auf 83.100 Euro kletterte – ein Anstieg um 3,4 Prozent in aktuellen Preisen. Die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei entwickelten sich besser als im Bundestrend und bildeten einen der wenigen Lichtblicke.
Doch das verarbeitende Gewerbe kämpfte mit einem Produktionsrückgang von 2,7 Prozent in realen Werten. Die verarbeitende Industrie schrumpfte um 1,8 Prozent, und mehrere wichtige Teilbranchen – darunter Automobilzulieferer, Chemie, Metallwaren sowie Gummi- und Kunststofferzeuger – verzeichneten Umsatzrückgänge. Auch der Bausektor schwächte sich ab: Die Bruttowertschöpfung sank um 3,0 Prozent.
Insgesamt spiegelte Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025 gegenläufige Entwicklungen wider. Zwar wuchs das BIP nominal, doch die realen Rückgänge in Industrie und Baugewerbe überlagerten die Fortschritte in anderen Bereichen. Die Performance des Landes blieb damit hinter den regionalen und bundesweiten Vergleichswerten zurück.






