19 March 2026, 20:14

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und rasche Umsetzung des Sportfördergesetzes

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz fordert mehr Bewegung für Kinder und rasche Umsetzung des Sportfördergesetzes

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf Norderney unter der Leitung von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg, statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Zukunft der Nordischen Kombination, die finanzielle Förderung von Sportvereinen sowie Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.

Zu den wichtigsten Ankündigungen zählten die Gründung eines Zentrums für sicheren Sport und der Appell an eine zügige Verabschiedung des Sportfördergesetzes.

Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit der Forderung nach einem kulturellen Wandel hin zu mehr Bewegung und körperlicher Aktivität bei Kindern. Sie schlug einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport vor – ein Vorhaben, das von Andy Grote, dem Hamburger Sportsenator, unterstützt wurde. Grote betonte ebenfalls die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen, um die Bewegungsförderung voranzutreiben, und warnte vor langfristigen gesundheitlichen Folgen bei weiterem Stillstand.

Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, kritisierte den Ausschluss der Frauen-Wettkämpfe in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina. Er forderte ihre Aufnahme in die Spiele 2030 in Frankreich und unterstrich, dass die Gleichberechtigung im Wintersport Priorität haben müsse. Allerdings zeigte sich in den Diskussionen, dass offizielle IOC-Entscheidungen aus dem Jahr 2021 nicht thematisiert wurden, da die vorliegenden Daten sich auf andere Bereiche wie Architektur und Praktika konzentrierten.

Christiane Schenderlein, Beauftragte der Bundesregierung für Sport und Ehrenamt, kündigte die Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport an. Die neue Institution soll Gewaltprävention im Sport koordinieren und Opfer unterstützen. Zudem hob sie das Sportfördergesetz hervor, das den Spitzensport stärken und die Rahmenbedingungen für Athletinnen und Athleten verbessern soll. Eine neu geschaffene Elitesport-Agentur wird als zentrale Anlaufstelle für diese Vorhaben dienen.

Schuster unterstrich später erneut die Dringlichkeit der Verabschiedung des Sportfördergesetzes und forderte den Bundestag auf, das Gesetz noch vor der Sommerpause zu beschließen. Er lobte zudem den Erfolg des Programms "Jugend trainiert", einer Nachwuchsinitiative, und schlug vor, dessen Modell im Rahmen des geplanten Nationalen Aktionsplans auszubauen.

Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, schloss die Konferenz mit einem Dank an alle Beteiligten für ihre Beiträge. Sie betonte die Beschlüsse zur Gründung des Zentrums für sicheren Sport sowie die Forderung nach klareren finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Sportvereine. Zudem wurden steuerliche Herausforderungen für Vereine thematisiert sowie die Vorbereitungen auf kommende Großveranstaltungen im Sport.

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Die Konferenz endete mit konkreten Maßnahmen, darunter die Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport und erneuten Druck zur Verabschiedung des Sportfördergesetzes. Ein Nationaler Aktionsplan für den Jugendsport befindet sich in Entwicklung, während die Forderungen nach Gleichberechtigung in der Nordischen Kombination weiterhin ungelöst bleiben.

Die Sportminister einigten sich auf die Notwendigkeit besserer Unterstützungsstrukturen für Athletinnen und Athleten, Vereine sowie junge Sportlerinnen und Sportler. Weitere Beratungen dazu sind in den kommenden Monaten geplant.

Quelle