Städtetag fordert Bleiberecht für gut integrierte syrische Fachkräfte
Philipp MeyerStädtetag fordert Bleiberecht für gut integrierte syrische Fachkräfte
Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, syrischen Geflüchteten ein Bleiberecht in Deutschland zu gewähren, sofern sie eine qualifizierte Beschäftigung ausüben und gut integriert sind. Mit dem Vorstoß soll dem Fachkräftemangel begegnet und gleichzeitig jenen Geflüchteten, die bereits in Schlüsselbranchen arbeiten, mehr Planungssicherheit geboten werden.
Viele syrische Geflüchtete sind mittlerweile auf dem deutschen Arbeitsmarkt tätig – vor allem in Bereichen, in denen dringend Fachkräfte gesucht werden. Ihre Beiträge haben eine Debatte über langfristige Lösungen angestoßen, die sich stärker an den wirtschaftlichen Erfordernissen als an der Lage in Syrien orientieren.
Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, betonte, eine solche Regelung sei wirtschaftlich sinnvoll. Sie würde sowohl den Geflüchteten als auch den Unternehmen mehr Planungssicherheit geben und so die Kontinuität in Branchen sichern, die auf ihre Fähigkeiten angewiesen sind.
Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, wäre dies ein Paradigmenwechsel bei der Aufenthaltsregelung: Statt der Entwicklung in Syrien stünden dann die Bedürfnisse des deutschen Arbeitsmarktes im Vordergrund. Ob der Vorstoß tatsächlich vorankommt, ist noch offen – doch die Unterstützung aus den Kommunen deutet auf wachsenden Rückhalt hin.
Bei einer Umsetzung könnten syrische Geflüchtete künftig aufgrund ihrer beruflichen Position und ihres Integrationsgrads in Deutschland bleiben. Dies würde nicht nur Fachkräftelücken verringern, sondern auch Geflüchteten und Arbeitgebern langfristige Perspektiven eröffnen. Die endgültige Entscheidung liegt bei der Bundesregierung.






