Verkehrsunfälle in Wiesbaden steigen 2022 deutlich an – besonders betroffen: Radfahrer und Motorradfahrer
Niklas BrandtVerkehrsunfälle in Wiesbaden steigen 2022 deutlich an – besonders betroffen: Radfahrer und Motorradfahrer
Die Wiesbadener Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg der Verkehrsunfälle. Die Gesamtzahl der Vorfälle stieg um 1,68 % auf 8.737. In mehreren Kategorien gab es deutliche Zunahmen, darunter Unfälle mit motorisierten Zweirädern und Fahrradfahrern.
2022 erhöhte sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 7,16 % auf 1.003 Fälle. Dabei kam es zu 1.219 Verletzungen oder Todesfällen. Die Zahl der Schwerverletzten stieg von 101 auf 118, zudem wurden zwei Todesopfer registriert.
Der Unfallschwerpunkt war der Ring-Kreisel, insbesondere die Kreuzung Ring / Bahnhofstraße, wo es 30 Unfälle gab. Als häufigste Unfallursache in der gesamten Stadt blieb zu geringer Sicherheitsabstand. Vorfahrtsmissachtung und Fehlverhalten beim Abbiegen trugen ebenfalls maßgeblich zu Unfällen mit Personenschaden bei.
Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern stieg um 20,28 %. Vorfälle mit E-Scootern nahmen um 9,01 % zu, während fahrradbezogene Unfälle um 17,04 % auf 316 Fälle anwuchsen – besonders betroffen waren dabei Fahrer von E-Bikes. Die Zahl der Unfallfluchten erreichte 2.996, wobei die Aufklärungsquote bei 42,36 % lag.
Der allgemeine Anstieg der Unfälle unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen für die Verkehrssicherheit in Wiesbaden. Die Polizeidaten zeigen ein erhöhtes Risiko für vulnerable Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Motorradfahrer. Die Behörden beobachten weiterhin besonders gefährdete Bereiche und häufige Unfallursachen.






