18 March 2026, 16:13

Vier Städte testen mehr Platz für Fußgänger in Baden-Württemberg

Gruppe von Menschen, die auf einem Gehweg neben einem gelben Fußgängerschild gehen, mit Gras, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Vier Städte testen mehr Platz für Fußgänger in Baden-Württemberg

Vier Städte in Baden-Württemberg wurden ausgewählt, um neue Wege zur Verbesserung des Fußgängerraums zu erproben. Balingen, Heilbronn, Pforzheim und Stuttgart nehmen an einem einjährigen Projekt teil, das die Nutzung von Gehwegen neu denken soll. Die Initiative zielt darauf ab, Fußgängern, Spaziergängern und Rollstuhlfahrern in stark frequentierten städtischen Bereichen mehr Platz zu bieten.

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Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die wachsende Notwendigkeit klarer und freier Wege. Er wies darauf hin, dass Gehwege oft durch Hindernisse verstellt seien, was die Fortbewegung für viele Menschen erschwere.

Das Projekt mit dem Titel "Freie Gehwege – Mehr Raum für Fußgänger" konzentriert sich auf zentrale Routen in jeder Stadt. Dazu gehören Hauptstraßen, Schulwege und Bereiche, in denen es häufig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Hindernissen kommt. Häufige Probleme wie Mülltonnen, Verkehrsschilder, parkende Autos und Werbedisplays sollen angegangen werden.

In den kommenden zwölf Monaten werden die vier Kommunen die Gehwegsituation erfassen und digital dokumentieren. In Workshops mit Anwohnern, Unternehmen und Stadtplanern sollen dann praktische Lösungen entwickelt werden. Das Ziel ist eine Neuverteilung des Raums, damit Fußgänger sicherere und komfortablere Wege erhalten.

Die Initiative knüpft an frühere Pilotprojekte in der Region an. Seit März 2026 haben bereits zwölf weitere Kommunen Maßnahmen wie verbreiterte Gehwege, Fußgänger-Vorrang-Kreuzungen und die Entfernung von Parkplätzen getestet. In einigen Gebieten wurden Shared-Space-Zonen und verkehrsberuhigte Bereiche eingeführt, um Konflikte zu verringern.

Die Erkenntnisse aus dem neuen Projekt werden bis Anfang 2027 in einem Leitfaden zusammengefasst. Dieser soll anderen Städten und Gemeinden als Grundlage für ähnliche Veränderungen dienen. Die Arbeit ist Teil der übergeordneten Fußgängerstrategie Baden-Württembergs, die bis 2030 das Zu-Fuß-Gehen zur bevorzugten Wahl für kurze Strecken machen will.

Künftige Planungen sehen zudem vor, technische Einrichtungen wie Versorgungsboxen in multifunktionalen Zonen zwischen Gehwegen und Fahrbahnen unterzubringen. Dieser Ansatz soll die Gehwege von unnötigen Hindernissen freihalten.

Die vier Modellstädte werden ihre Lösungen im Laufe des kommenden Jahres erproben. Ihre Ergebnisse werden Empfehlungen für Kommunen im gesamten Land prägen. Bis 2030 plant Baden-Württemberg, das Zu-Fuß-Gehen zu einer attraktiveren und zugänglicheren Option für den Alltag zu machen.

Quelle