Warum chinesische Automarken in Deutschland kaum Fuß fassen können
Chinesische Automarken kämpfen um Marktchancen in Deutschland
Trotz wachsender Präsenz auf dem Markt tun sich chinesische Autohersteller in Deutschland schwer, einen festen Fuß zu fassen. Eine aktuelle Studie offenbart tiefe Skepsis unter Verbrauchern: Viele zweifeln an der langfristigen Überlebensfähigkeit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Zwar zeigen sich einige Käufer zunehmend aufgeschlossen, doch dominieren nach wie vor die etablierten Marken die Präferenzen.
Im Jahr 2025 waren rund fünf bis zehn chinesische Automarken offiziell in Deutschland erhältlich. Dazu zählte XPeng mit Modellen wie dem G6, P7 und G9 sowie Geely, das zwei kompakte SUVs anbot – eines rein elektrisch, eines als Plug-in-Hybrid. Auch Marken wie BYD und Chery drangen auf den Markt vor, doch ihre Absatzzahlen blieben unklar.
Der DAT-Report 2026 zeigt ein deutliches Misstrauen der Verbraucher: Nur 29 Prozent der Autobesitzer könnten sich derzeit den Kauf eines chinesischen Fahrzeugs vorstellen – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Bei privaten Neuwagenkäufern sinkt dieser Wert sogar auf 5 Prozent. Bedenken hinsichtlich Qualität und Zuverlässigkeit sind weit verbreitet: 51 Prozent der Autobesitzer und 74 Prozent der Neuwagenkäufer äußern Zweifel.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Datensicherheit. Rund 38 Prozent der Autobesitzer und 52 Prozent der Neuwagenkäufer sorgen sich darum, dass ihre Fahrzeugdaten in China verarbeitet werden könnten. Auch die Sichtbarkeit der Marken bereitet Probleme: Nur 36 Prozent der Befragten erinnern sich an Werbung oder Medienberichte über chinesische Hersteller – obwohl 40 Prozent die Fahrzeuge bereits auf deutschen Straßen wahrgenommen haben.
Die Treue zu traditionellen Herstellern bleibt ungebrochen. Eine klare Mehrheit – 62 Prozent aller Autobesitzer und 77 Prozent der privaten Neuwagenkäufer – bevorzugt weiterhin etablierte Marken gegenüber chinesischen Alternativen. Viele sind überzeugt, dass chinesische Hersteller ohne mehr Vertrauen und Bekanntheit langfristig kaum bestehen können.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass chinesische Automarken in Deutschland einen schwierigen Stand haben. Zwar gibt es leichte Fortschritte bei der Offenheit der Verbraucher, doch Vorbehalte gegenüber Qualität, Datenschutz und Markenbindung bremsen weiterhin die Akzeptanz. Werden diese Herausforderungen nicht angegangen, könnte ihre Marktposition in den kommenden Jahren unsicher bleiben.






