11 June 2026, 06:09

Wiesbadens Kommunalwahlen: Wer geht wählen – und wer bleibt zu Hause?

Wer wählt die neue Wiesbadener Stadtregierung?

Wiesbadens Kommunalwahlen: Wer geht wählen – und wer bleibt zu Hause?

Am Sonntag, dem 15. März 2023, gehen die Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger zur Wahl: Bei den Kommunalwahlen stimmen sie über die Zusammensetzung des Stadtrats, der Ortsbeiräte sowie des Ausländerbeirats ab. Fast 210.000 Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – und prägen damit die politische Vertretung in den vielfältigen Stadtteilen der Landeshauptstadt.

Die größte Wählergruppe in Wiesbaden bilden die Babyboomer und die Generation 55plus. Junge Wähler zwischen 18 und 25 Jahren machen dagegen nur 7,3 Prozent des Elektorats aus. Die Wahlbeteiligung variiert dabei deutlich zwischen den einzelnen Stadtteilen.

Im Westend, einem dicht besiedelten Viertel mit jüngerer Bevölkerung und geringerer Kaufkraft, ist die Wahlbeteiligung traditionell am niedrigsten. Im Gegensatz dazu verzeichnet Sonnenberg, der wohlhabendste Stadtteil, die höchste Beteiligung – bei einer Pro-Kopf-Kaufkraft von rund 39.400 Euro pro Jahr.

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Rund 53.000 Wiesbadener mit Migrationshintergrund sind wahlberechtigt für den Ausländerbeirat, der die Stadt in Belangen der internationalen Gemeinschaft berät. Doch die Wahlbeteiligung lag bei der letzten Wahl 2021 bei nur fünf Prozent.

Die Wahlen am 15. März entscheiden über die künftige Zusammensetzung wichtiger kommunaler Gremien. Die Unterschiede in der Wahlbeteiligung – sowohl zwischen den Stadtteilen als auch den Altersgruppen – werden das Ergebnis maßgeblich beeinflussen. Besonders der Ausländerbeirat steht vor der Herausforderung, die Beteiligung seiner Wählergruppe deutlich zu steigern.

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