Wiesbadens Tagesmütter fordern mehr Sichtbarkeit für die Kindertagespflege
Philipp MeyerWiesbadens Tagesmütter fordern mehr Sichtbarkeit für die Kindertagespflege
Tagesmütter und -väter aus Wiesbaden trafen sich mit Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher
Am 4. März 2023 kamen Wiesbadens Tagespflegepersonen mit der Dezernentin für Soziales, Dr. Patricia Becher, zu ihrem jährlichen Austausch zusammen. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung der Kindertagespflege als Alternative zu klassischen Kitas. Unter dem Motto „Kindertagespflege (noch) sichtbarer machen“ sollte das Bewusstsein für dieses Betreuungsangebot gestärkt werden.
Die Tagespflege in Wiesbaden bietet bis zu fünf Kindern gleichzeitig ein familienähnliches Umfeld. Rund 100 Tagesmütter und -väter in der Stadt begleiten die Kleinen als feste Bezugspersonen beim Lernen, Spielen und Entdecken. Besonders für Kinder unter drei Jahren ist dieses Modell beliebt.
Die Zusammenkunft diente als Plattform für Dialog und Erfahrungsaustausch. Die Tagespflegepersonen brachten Rückmeldungen zu Betreuungsbedarfen und Arbeitsbedingungen ein. Dr. Becher betonte die Wichtigkeit des direkten Austauschs mit den Fachkräften und bezeichnete deren Engagement als „unverzichtbar für das Gelingen des Systems“.
Die professionelle Qualifizierung der Wiesbadener Tagespflegepersonen entspricht mittlerweile bundesweiten Standards. Auch die Arbeitsbedingungen haben sich im Laufe der Zeit verbessert – etwa durch die langjährige Initiative „Kinderbrücke“, eine Kooperation zwischen der Stadt, dem Kinderschutzbund und EVIM, die seit über 30 Jahren besteht.
Die Veranstaltung unterstrich das Bekenntnis der Stadt zur Kindertagespflege als zentraler Säule der Kinderbetreuung. Weitere Informationen zum Angebot gibt es auf der offiziellen Website Wiesbadens. Der Austausch zeigte einmal mehr, wie wichtig der kontinuierliche Dialog ist, um Bedarfe zu erkennen und Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.






