WM-Krise: Warum Nagelsmanns DFB-Elf vor 2024 mehr Fragen als Lösungen hat
Philipp MeyerWM-Krise: Warum Nagelsmanns DFB-Elf vor 2024 mehr Fragen als Lösungen hat
Deutschlands Vorbereitung auf die WM 2024 steckt in der Krise unter Trainer Julian Nagelsmann
Trotz eines knappen 2:0-Siegs gegen Ghana zeigen defensive Fehler und schwache Leistungen, dass die deutsche Mannschaft unter Bundestrainer Julian Nagelsmann vor der WM 2024 mit Problemen kämpft. Selbst Nagelsmann räumte ein, dass andere Nationen mittlerweile als klarere Favoriten in das Turnier gehen.
Die jüngsten Testspiele offenbarten die Abwehrschwächen der DFB-Elf. Gegen die Schweiz landeten drei von sieben Torabschlüssen im Netz. Besonders die Defensivspieler trugen zur Instabilität bei – so ermöglichte ein Fehlpass von Nico Schlotterbeck den Eidgenossen eine hochkarätige Chance. Selbst gegen das defensiv zurückhaltende Ghana hatte die deutsche Abwehr Mühe, Angriffe zu unterbinden.
Im Sturm setzten Nagelsmann in den letzten Spielen vor allem auf Kai Havertz und Niclas Woltemade. Doch es war Auswechselspieler Deniz Undav, der gegen Ghana den Unterschied machte: Er erzielte das entscheidende 2:0 und wurde zum Mann des Spiels gekürt – obwohl Nagelsmann seine Rolle zuvor heruntergespielt hatte.
Auch Nagelsmanns taktische Entscheidungen stehen in der Kritik. Joshua Kimmich, sonst als kreativer Mittelfeldregisseur gesetzt, wurde auf der rechten Abwehrseite eingesetzt – eine Umstellung, die sowohl die Defensive als auch das offensive Spiel schwächte. Der Trainer bleibt jedoch bei seiner Linie, selbst wenn sie auf Widerstand stößt.
Florian Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Karl glänzten zwar als Weltklasse-Spieler. Doch ihre individuelle Stärke schlägt sich nicht in konsequenter Mannschaftsleistung nieder. Nagelsmanns Beharrlichkeit und die wackelige Form der Mannschaft deuten auf eine schwierige WM hin.
Deutschland geht mit mehr Fragen als Antworten in das Turnier. Defensive Patzer, taktische Experimente und Nagelsmanns unnachgiebiger Kurs machen das Team angreifbar. Zwar sorgen Glanzleistungen einzelner Akteure für Hoffnung – doch die mangelnde Konstanz könnte sich im Wettkampf als kostspielig erweisen.






