Wohnungsnot in Südbayern verschärft sich durch dramatischen Neubaurückgang
Philipp MeyerWohnungsnot in Südbayern verschärft sich durch dramatischen Neubaurückgang
Südbayern steht vor einer sich verschärfenden Wohnungsnot – Neubauten brechen dramatisch ein
Die Wohnungslage in Südbayern spitzt sich weiter zu, da die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stark zurückgeht. Besonders betroffen ist Oberbayern, wo der Bau neuer Wohnungen drastisch eingebrochen ist. Experten hatten diesen Rückgang bereits nach dem vorherigen Einbruch bei den Baugenehmigungen vorausgesagt.
Im Jahr 2025 wurden in Oberbayern nur noch 15.575 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das entspricht einem Verlust von fast 5.300 Wohneinheiten gegenüber 2024. Die gebremste Bautätigkeit verschärft die ohnehin angespannte Wohnraumsituation in der Region zusätzlich.
In der Oberpfalz zeichnet sich dagegen ein leichter Aufwärtstrend ab: Hier entstanden 2025 insgesamt 5.101 Wohnungen, 272 mehr als im Vorjahr. Trotz dieses kleinen Anstiegs bleibt die Gesamtentwicklung in Südbayern jedoch besorgniserregend.
Der Rückgang war absehbar, nachdem bereits die Zahl der genehmigten Bauanträge gesunken war. Weniger Genehmigungen führten zu weniger Baubeginnen – und damit zu der aktuellen Knappheit an fertigen Wohnungen.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen die wachsende Belastung des südbayerischen Wohnungsmarkts. Angesichts der sinkenden Neubaurate wird der Druck auf den bestehenden Wohnungsbestand voraussichtlich weiter steigen. Um die Krise zu entschärfen, müssten die Behörden sowohl die Bearbeitung von Bauanträgen beschleunigen als auch die Bautätigkeit insgesamt ankurbeln.






