24 March 2026, 22:14

Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich ist es wirklich?

Gelbes Warnschild mit schwarzer Schrift "Strahlung Warnung" und einem radioaktiven Symbol auf einem weißen Hintergrund.

Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich ist es wirklich?

Kleines Leck im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg 1 am 10. März 2026 entdeckt

Am 10. März 2026 wurde im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg ein geringfügiges Leck festgestellt. Der Betreiber EnBW entdeckte Korrosion an zwei Rohrverbindungen eines Wassertanks, der zur Behandlung potenziell radioaktiver Abwässer dient. Obwohl unter der Undichtigkeit Spuren von Radioaktivität nachgewiesen wurden, bestätigten die Behörden, dass weder für Mitarbeiter, die Bevölkerung noch die Umwelt eine Gefahr bestehe.

Die Leckagen befanden sich in einem System, das speziell zur Eindämmung radioaktiver Stoffe ausgelegt ist. Das ausgetretene Abwasser floss über einen Bodenablauf zurück in das vorgesehene radioaktive Abwassersystem der Anlage. EnBW dichtete die Undichtigkeiten umgehend mit Schellen ab und kündigte an, den beschädigten Tank in Zukunft auszutauschen.

Der Vorfall wurde nach den deutschen Meldepflichtregeln für kerntechnische Anlagen in die Kategorie N eingestuft, was eine standardmäßige Meldung erfordert. Auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) erhielt er die Stufe 0, was bedeutet, dass er keine sicherheitstechnische Bedeutung hat. Sämtliche betroffenen Bereiche blieben innerhalb der kontrollierten Zone der Anlage, sodass eine Ausbreitung von Kontamination ausgeschlossen wurde.

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Am 20. März bestätigte das Bundesumweltministerium (BMUV) erhöhte Tritiumwerte in den Messdaten, betonte jedoch, dass keine akute Gefahr bestehe. Das Ministerium leitete gemeinsam mit der Landesbehörde Baden-Württemberg eine Untersuchung ein und forderte EnBW auf, innerhalb von 48 Stunden einen umfassenden Bericht vorzulegen. Stand 24. März wurden keine weiteren Maßnahmen angekündigt.

Das Leck in Philippsburg stellte weder für Menschen noch für die Umwelt ein Risiko dar. Die Sicherheitsfunktion des Systems blieb intakt, und die Reparaturen wurden zügig durchgeführt. Die Behörden überwachen die Situation weiterhin, derzeit sind keine zusätzlichen Schritte erforderlich.

Quelle