25 March 2026, 12:17

Telematikinfrastruktur: Bundesregierung verschiebt Frist für Therapeuten bis 2027

Ein Collage von sechs verschiedenen Menschen, die lächeln, mit dem Text "Die Zukunft der Gesundheit beginnt mit Ihnen" oben drauf.

Telematikinfrastruktur: Bundesregierung verschiebt Frist für Therapeuten bis 2027

Die deutsche Bundesregierung hat die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) des Landes verschoben. Ursprünglich für Januar 2026 vorgesehen, gilt nun der 1. Oktober 2027 als neuer Stichtag. Die Verzögerung erfolgt vor dem Hintergrund von Bedenken hinsichtlich der Infrastrukturbereitschaft und der finanziellen Belastung der betroffenen Unternehmen.

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Hintergrund der Verschiebung ist die vorübergehende Aussetzung der elektronischen Verordnung von Therapie- und Heilmitteln. Rund 90.000 Leistungserbringer erhalten damit zusätzliche Zeit zur Umstellung. Der IT-Dienstleister Cherry, der viele dieser Unternehmen unterstützt, sieht sich durch die Verzögerung mit erheblichen Umsatzeinbußen konfrontiert.

Als Reaktion darauf hat Cherry Maßnahmen ergriffen, um die finanziellen Rückschläge abzufedern. Dazu gehören die Beschleunigung von Ersatzprojekten mit hoher Marge sowie eine stärkere Ausrichtung auf softwarebasierte Lösungen. Unterdessen begrüßt der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten die Fristverlängerung und argumentiert, dass sie weitere Entwicklungen der notwendigen Systeme ermöglicht.

Das Deutsche Ärzteabrechnungszentrum rät den Leistungserbringern, sich freiwillig frühzeitig an die TI anzubinden. Aktuelle Daten dazu, wie viele bereits angeschlossen sind, liegen jedoch nicht vor, da Echtzeit-Zahlen den Zugriff auf offizielle Gesundheitsstatistiken erfordern.

Die verlängerte Frist gibt den Anbietern nun bis Oktober 2027 Zeit, die TI-Anforderungen umzusetzen. Cherrys Kompensationsstrategien zielen darauf ab, die Verluste zu begrenzen, während Branchenverbände die zusätzliche Zeit nutzen, um die technische Infrastruktur zu optimieren. Die Verzögerung wirkt sich sowohl auf die Unternehmen als auch auf die flächendeckende Einführung digitaler Gesundheitsdienste aus.

Quelle