25 March 2026, 02:13

Pharma-Verbände fordern von Warken rasche Lösungen gegen Chinas Dominanz bei Arzneimitteln

Plakat mit Text, der besagt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, zusammen mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Pharma-Verbände fordern von Warken rasche Lösungen gegen Chinas Dominanz bei Arzneimitteln

Fünf führende Verbände der Pharma- und Biotechnologiebranche haben Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zu sofortigem Handeln aufgefordert. In einem gemeinsamen Schreiben warnten sie, dass Deutschlands Abhängigkeit von China bei wichtigen Arzneimittelwirkstoffen und Technologien erhebliche Risiken berge. Gleichzeitig kritisierten die Verbände aktuelle politische Entscheidungen, die zu Instabilität in der Branche führten.

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Die Organisationen wiesen auf wachsende Bedenken hin, dass die Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen für pharmazeutische Wirkstoffe und Hochtechnologien die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands als Standort für medizinische Innovation gefährde. Zudem betonten sie, dass die Handels- und Arzneimittelpreispolitik der USA den Druck auf die deutsche Position im globalen Markt weiter erhöhe.

In dem Schreiben lehnten die Verbände Pläne für strengere Preisregulierungen bei patentgeschützten Medikamenten sowie verschärfte mengenbasierte Preisvorgaben ab. Stattdessen forderten sie strukturelle Reformen, um langfristige Stabilität zu sichern. Trotz eingereichter detaillierter Vorschläge habe es bisher keine offizielle Reaktion der Regierung gegeben, hieß es.

Die Unterzeichner kritisierten zudem das kürzlich verabschiedete GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, das ihrer Ansicht nach die Unsicherheit in der Branche verstärkt habe. Zwar räumten sie ein, dass der jüngste Pharma-Dialog dazu beigetragen habe, Vertrauen wiederherzustellen, doch verlangten sie einen klaren Fahrplan für die nächsten Phasen der Pharma-Strategie. Diese Strategie, die derzeit im Bundesgesundheitsministerium erarbeitet wird, soll die deutsche Pharmaindustrie stärken, die Versorgungssicherheit gewährleisten und die Finanzierung des Gesundheitssystems ausbalancieren.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken reagierte am 25. Februar 2026 und erklärte, die Regierung werde nicht endlos über Einzelvorschläge diskutieren. Stattdessen kündigte sie ein umfassendes Maßnahmenpaket in Kürze an. Die Pharma-Strategie bleibe ein zentraler Bestandteil der Koalitionspläne, wobei die laufenden Gespräche im Rahmen des Pharma- und Medizintechnikdialogs auf Innovation, Lieferketten und finanzielle Nachhaltigkeit fokussiert seien.

Die Verbände drängen auf einen abgestimmten, ressortübergreifenden Ansatz, um die Rahmenbedingungen für die deutsche Pharmaindustrie zu verbessern. Ohne schnelles Handeln, so ihre Warnung, drohe Deutschland sowohl in Sachen Innovation als auch bei der Versorgungssicherheit den Anschluss zu verlieren. Bisher hat die Regierung noch keine konkreten nächsten Schritte als Reaktion auf die Forderungen skizziert.

Quelle