Finanzbranche sucht nach neuen Strategien in der Post-Niedrigzins-Ära
Finanzbranche sucht nach neuen Strategien in der Post-Niedrigzins-Ära
Über 220 Finanzexperten trafen sich im Hauptsitz von MLP in Walldorf-Wiesloch zu einer zweitägigen Schulungsveranstaltung. Im Mittelpunkt stand die Bewältigung der Herausforderungen einer anhaltenden Niedrigzinsphase. Eine zentrale Diskussion drehte sich darum, wie Vermögensverwalter ihre Strategien an die sich wandelnde Geldpolitik anpassen müssen.
Die Teilnehmer wiesen auf einen grundlegenden Wandel an den Finanzmärkten hin, seit die Europäische Zentralbank (EZB) ihre ultra-lockere Geldpolitik zugunsten einer restriktiveren Ausrichtung aufgegeben hat. Diese Veränderung, die 2022 begann, zwingt Berater dazu, traditionelle Anlageansätze zu überdenken.
An der Schulung nahmen 160 MLP-Berater sowie 60 weitere Teilnehmer teil. Die Themen reichten von Entwicklungen am Immobilienmarkt über Herausforderungen durch FinTech, Erbschaftssteuer und ethische Beratungspraktiken bis hin zur Nachfolgeplanung. Auch die übergeordneten Schwierigkeiten, mit denen Finanzberater konfrontiert sind, wurden behandelt.
Während einer zweistündigen Podiumsdiskussion analysierten Experten, wie Beratungsansätze und Anlagestrategien weiterentwickelt werden müssen. Die Entscheidung der EZB, die Zinsen seit 2022 von 0 % auf über 4 % anzuheben, hat zu größerer Marktvolatilität, steigenden Anleiherenditen und einer Verschiebung von Wachstums- zu Substanzwerten geführt. Als Reaktion darauf haben Unternehmen wie MLP ihre Portfolios umgestellt, indem sie den Anteil festverzinslicher Wertpapiere erhöhten, ihre Bestände breiter streuten und die Risikoprofile senkten.
Knut H. Moreth, Direktor für Portfolio-Management bei Feri Trust, warnte vor den Folgen negativer Zinsen. Er bezog sich dabei auf das Argument des Hedgefonds-Managers Jeff Gundlach, wonach solche Maßnahmen deflationären Druck erzeugen. Moreth verwies zudem auf Japans Erfahrungen mit niedrigen Zinsen seit 1999 als abschreckendes Beispiel für die langfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen.
Jan Berg, Kommunikationschef von MLP, zitierte Hans Werner Rapp, den Chef-Anlagestrategen von Feri, der erklärte, die aktuelle Zinspolitik verzerre die Marktgrundlagen. Die Diskutanten waren sich einig, dass die Ära risikofreier Renditen vorbei ist und nicht zurückkehren wird. Berater müssten sich nun mit den Risiken einer Nullzinsumgebung auseinandersetzen.
Die Veranstaltung unterstrich, wie dringend Vermögensverwalter sich an die neue Finanzlandschaft anpassen müssen. Da traditionelle Modelle der Vermögensaufteilung an Wirksamkeit verlieren, setzen Berater zunehmend auf Diversifizierung und Risikoanpassung. Die Diskussionen machten deutlich: Der Kurswechsel der EZB hat die Anlagestrategien nachhaltig verändert.
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